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Sonntag, 4. November 2012

Walking after you

Dies ist meine Fortsetzung zu "Shootingstars"  Ich hoffe sie gefällt euch! Ich plane noch eine weitere Fortsetzung und dann aus der Sicht von Luca. Was haltet ihr davon?



Ich schließe die Tür hinter mir. In der Nase immer noch sein wunderbarer Duft. Er riecht nach...Ich weiß nicht wonach er riecht. Er riecht nach Luca. Und genau diesen Geruch würde ich am liebsten immer bei mir haben. Nur leider geht das ja nicht. Naja, im Prinzip schon, nur, dass das alles nicht so verläuft, wie ich es mir in meinen viel zu romantischen Tagträumen vorstelle. Langsam ziehe ich meine Schuhe aus und gehe die Treppe hoch.Im Badezimmer putze ich mir die Zähne und stelle mit eine kritischen Blick in den Spiegel fest, wie fertig ich aussehe -wie man nach solchen Feten eben immer aussieht. Flüchtig fahre ich noch einmal mit der Bürste durch meine Haare und schlüpfe in meinen wunderbar bequemen aber hässlichen Schlafanzug. Licht aus. Ab ins Bett.
Und schlagartig wird mir bewusst, was dieser ganze Abend bedeutet. Es fällt auf mich herab, wie ein riesieger Felsen und ich kann kaum atmen. Er will mich nicht. Er wird mich niemals küssen. Niemals. Und ich kann ihn nicht verletzen. Ich werde immer neben ihm stehen, ihn umarmen und mit ihm Sterne gucken.
Und ich werde leiden. Jedesmal. Warum bitte?! Warum geht bei mir immer alles schief?? Ich hasse es mich zu verlieben. Ich hasse diese Abhängigkeit. Und dann, wenn ich mich endlich mal selbst damit abgefunden habe, dann passiert sowas. Jedes Mal.
Und dabei war ich mir so sicher. So unglaublich sicher, dass Luca das gleiche für mich empfindet. Und jetzt sowas. Natürlich, wenn ich das jetzt Anne erzähle, wird sie sagen, dass ja noch alles möglich ist, und ,dass er sich bloß bestimmt nicht getraut hat. Eben solche Sachen, die Freundinnen sagen, wenn die Situation aussichtslos eindeutig ist, aber sie sich nicht trauen, es auszuprechen. Dabei wäre kurz und schmerzlos doch eigentlich viel einfacher. Deshalb erzähle ich auch niemandem etwas über mich. Die meisten finden das kalt, aber für mich ist es überlebenswichtig. Dieser wissende Blick, mit dem man dann bei Liebeskummer angeguckt wird, macht einem doch erst recht bewusst, wie traurig das alles ist. Und dann wird man nur zum zweiten, dritten oder auch vierten Mal mit voller Wucht auf den Boden geklatscht.
Ja, ich denke das beschreibt mein Gefühl gerade am ehesten. Gewaltsam auf den Boden geklatscht. Aber ich weine nicht. Warum auch? Wegen etwas Zwecklosen sollte man keine Tränen vergießen.
Schließlich drehe ich mich noch einmal im Bett um und verkrieche mich in meinen Berg aus Kissen. So schlafe ich ein, und träume immer wieder von der Szene auf dem Rasen-nur, dass sie in meinem Kopf ganz anders ausgeht.
Ich wache auf und schaue auf die Uhr. 11.56. Typische Aufstehzeit für einen Sonntag. Ich gehe nach unten, mache mir Müsli und frühstücke vor dem Fernseher. Da fällt mir ein, was gestern passiert ist, und, dass Luca ja in einer halben Stunde zum Mathe-Lernen vorbeikommen will. Rasend mache ich mich fertig und räume sogar noch ein wenig das Chaos im Haus auf, das entsteht, wenn man ein Wochenende lang sturmfrei hat. Es klingelt an der Tür. Ich mache auf und begrüße Luca. Er lächelt mich mit seinem herzlichsten Lächeln an und mein Herz macht einen Hüpfer. Wie soll das nur weitergehen? Ein wenig tut es auch weh, ihn zu sehen. Aber ich lächle zurück. Wenn du nur wüsstest...
Eine halbe Stunde lang schaffen wir es sogar, und auf  Mathe zu konnzentrieren, bevor ich völlig demotiviert den DVD-Player anmache und Star Wars reinlege. Meine mehr oder weniger große, aber wenigstens existenzierende Begeisterung für Science Fiction hatte er immer bewundert. Sowas gucken Mädchen ja eigentlich nicht. Seit er das herausgefunden hat, gucken wir fast immer, wenn wir einen Film gucken, Star Wars.
Mit der dramatischen Titelmelodie und dem viel zu schnell eingespielten Text ist er direkt in diesem Bann, den wirklich nur Männer haben können. Ich kann ich überhaupt nicht auf die intergalaktischen Probleme konzentrieren, sondern muss immer wieder zu Luca hinübersehen. Vielleicht auch ein wenig wehmütig.
Nach einer Dreiviertelstunde schaut er auf einmal zu mir rüber. "Alles in Ordnung, Toni?" "Ja, warum?" Nein, er darf das auf keinen Fall merken! Das würde nur alles kaputt machen!! "Ich weiß nicht. Du siehst irgendwie so traurig aus." "Nene, es ist wirklich alles gut. Was soll schon sein?" "Was weiß ich. Aber dann ist ja gut."
Er sorgt sich um mich. Immer wieder fällt mir ein, warum ich mich erst überhaupt in ihn verliebt habe. Und, wie sehr ich ihn brauche, auch wen er nicht das Gleiche für mich empfindet. Ich brauche ihn als Freund. Vielleicht wird das erst ein wenig schmerzhaft, aber irendwann kriege ich meine viel zu nervigen Gefühle wohl unter Kontrolle.
Trotzde schreit irgendein winziger Teil in mir, dass ich nicht aufgeben darf.
Was ich von all dem halten soll, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mich das alles viel zu sehr verwirrt...

Montag, 8. Oktober 2012

Shootingstars...(by me)



Es ist schon 3 Uhr nachts. Gut gelaunt wartet eine Gruppe von Jugendlichen, so um die 16 oder 17, auf dem Schützenplatz des Bauerndorfes auf ihr Taxi. Unter ihnen ist auch Antonia. Sie trägt ein schwarzes Kleid, dessen Rock fast wie bei einem Petty-Coat absteht. Sie findet, dass ihr Beine mit diesem Kleid besonders lang aussehen. Das gefällt ihr. Der einzige Nachteil ist nur, dass es sehr kurz ist. Deshalb friert sie jetzt, wo die Gruppe nun schon fast 10 Minuten draußen im kalten Okober-Nacht-Wind steht. Schützend schlingt sie sich die Arme um den Oberkörper, aber das bringt beinahe nichts. Warum hatte sie bloß ihre Jacke bei ihrer Freundin liegen lassen? Imme diese Verträumtheit. Ihr Oma sagt immer, das würde sie noch einmal ins Grab bringen. Nun hatte sie das Gefühl, dass sie nicht mehr weit davon entfernt war. Bei der Kälte konnte es nicht mehr lang dauern...
Wenigstens hatte sie heute eine Rechtfertigung, um zu träumen. Luca. Die beiden hatten eigentlich nie miteinander zu tun, aber mit dem Beginn der Oberstufe ist er nun in vielen Kursen zusammen mit Antonia. Da stellten sie fest, wie sympathisch sie sich eigentlich waren, und begannen sich zu treffen und sich vertrauter zu werde. Insgeheim hatte Toni, wie ihre Freunde sie liebevoll nennen, sich ein wenig in ihn verliebt. Und heute Abend haben sie sich besonders gut verstanden. Immer wieder tanzten sie zusammen, umarmten sich und Luca gab ihr immer mal wieder etwas aus. Während sie daran denkt, wird ihr wieder warm und sie lächelt leicht. "Frierst du?", fragt eine allzu vertraute Stimme und berührt sie fragend am nackten Arm. Es war Luca. Auch seine Stimme liebte sie. Er sprach wunderbar tief und männlich, aber nicht auf diese kühle unangenehme Art, wie es viele andere Taten, sondern es lag etwas wunderschön sanftes in seiner Stimme, das, so kam es ihr vor, direkt in ihr Herz sprach.
Sie nickte leicht, und ohne zu fragen, legte Luca ihr seine Jacke um die Schultern. Antonia kuschelt sich in den warmen Stoff, und das nicht nur, weil ihr kalt ist, sondern auch, weil die Jacke so wunderbar nach Luca riecht. Wie sie findet war diese Geste ein weiteres Anzeichen für ein noch vielversprechendes Ende des schon tollen Abends...
Endlich komtm das Taxi und sie können einsteigen. Antonia und Luca sitzen auf der Rückbank der Großraumtaxe und lehnen sich vertraut aneinander. Sie weiß nicht, ob sie es auch im ganz nüchternen Zustand so empfinden würde, aber ihr Herz schlug heftiger, als sie seiner Körperwärme spürt. Nach 10 Minuten ist die Fahrt schon zuende, doch sie wünscht, es würde noch stundenlang so weitergehen. Tut es aber nicht.
Sie steigen hinaus in die nächtliche Kälte. "Ich bring' dich noch nach Hause, in Ordnung? Ich mein es ist gefährlich nachts ganz alleine..", sage er und sie will ganz cool wirken "Naja ich denk ich schaff das schon, aber wenn du dann beruhigt bist, komm ruhig mit...", doch innerlich schrie sie vor Freude. 'Er sorgt sich um mich.' Mit Fantasie spinnt sie den weiteren Verlauf weiter. Eine Umarmung. Ein Gute-Nacht-Kuss. Ein klärendes Gespräch ala "Ich bin schon so lange in dich verliebt...". Aber sie lässt es sich nicht weiter anmerken. Also verabschieden sich alle voneinander in einer riesigen Gruppen-Umarmung und alle fahren zu zweit oder zu dritt in die Nacht.
Bei Antonia zu hause angekommen steigt sie von ihrem Rad ab und blickt ihm direkt in die Augen:"Danke fürs Bringen." "Kein Ding..Aber deine Eltern sind nicht da oder? Wollen wir nicht noch ein bisschen Sterne gucken? Meinen Alten ist es sowieso egal, wann ich zuhause bin.." Sie explodiere beinahe. Was gibt es romantischeres als Nachts um halb 4 draußen auf dem Rasen zu liegen und Sterne zu beobachten?! Nichts! Genau das war es, was sie sich gewünscht hatte!!
Seite an Seite gehen sie schweigend in den Garten und legen sich auf den feuchten Rasen. Es ist absolut still. Man hört nur das regelmäßige Atmen der beiden. "Wunderschön, oder?", flüstert Luca, während er weiterhin andächtig und bewundernd in den Himmel starrte. Antonia nickt bloß, aber sie weiß, dass er es bemerkt, weil ihre Köpfe so nah aneinander liegen.  Lange ist alles still. Irgendwann unterbricht sie die Stille:"Woran denkst du?" Ja ein Klischee und jetzt gab es nurnoch eine Sache die er  sagen muss:An dich. "Naja die Sachen, die man so denkt, wenn man in die Sterne guckt. Wie klein und unbedeutend wir sind. Was ist da noch so? All so was. Und naja, wie gern ich mit dir zusammen bin."Genau das! Genau das wollte sie doch hören! "Weißt du, du bist einfach meine aller aller beste Freundin. Du bist so toll!" Pure Enttäuschung. Jede andere hätte sich gefreut, aber für Antonia ist es das Schlimmste, was in diesem Moment hätte passieren können. Aber sie akzeptiert es. Was sollte sie auch sonst tun? "Das ist lieb von dir..." "Weißt du was noch schön wär?", fragt er, ohne zu wissen, was er mit seinem lieben Kompliment angerichtet hat,"Wenn es jetzt noch Sternschnuppen geben würde. Ich liebe das" "Ja..", sagte sie mit ein wenig Wehmut. Das wäre genau das, was sie jetzt braucht. Sie starrt in den Himmel und tatsächlich, da blinkt etwas! Doch beim zweiten Blick sieht sie, dass es nur ein Flugzeug ist.Schade. Da fällt ihr dieses Lied ein, was auch heute Abend gespielt wurde. Can we pretend that aiplanes ind the nightsky are like shootingstars? "Und wenn wir so tun, als ob Flugzeuge Sternschnuppen wären?" Er musste grinsen. Genau das war ihre besondere Art. Deshalb mochte er sie. "Warum? Brauchst du einen Wunsch? Alles in Ordnung?" Und sie tat einfach so. Schloss die Augen und wünschte. "Ja klar. Aber ich meine jeder hat Wünsche, oder nicht?", weicht sie aus."Naja, ich geh rein. Es wird immer kälter. Gute Nacht." Sie stehen auf und umarmen sich zum Abschied lange. Vielleicht ein bisschen länger als normal. Hofft sie zumindest. "Toni?" "Ja?" Ein bisschen Hoffnung. "Schlaf schön. Und äh ich komm dann morgen wegen Mathe nochmal vorbei, ok?" "Ja klar.Du auch. Bis morgen"
Sie schließt die Tür hinter sich zu und macht sich bettfertig, aber so richtig schlafen kann sie nicht. Es ist, als ob etwas tief in ihr fehlt, und so wie es aussieht, wird sich die Lücke nicht füllen...


Gefällt euch diese Kombination aus Musik und Text? Und die Story an sich? Wie wärs mit einer Fortsetzugn? Ich freu mich über Meinungen!!

GLG Inky

Samstag, 8. September 2012

Written by me: Rollenerwartungen

Ich bin weiblich, 16 Jahre alt. Habe grüne Augen und blonde, lockige Haare. Ich liebe Musik, bin aber eher unbegabt. Am liebsten mache ich Sport, und lese. Meistens Thriller. Ich trage eine Brille, so eine mit einem schwarzen dicken Rand, aber ich finde ich sehe damit nicht aus wie so ein Oberstreber. Das klingt vielleicht eingebildet, aber mein Gesicht passt einfach zu meiner Brille. Viele meiner Mitmenschen würden vermutlich sagen, dass ich ein Nerd bin, aber ich sehe das nicht als Beleidigung. Ich meine es ist doch gut, intelligent zu sein. Damit stehen einem viele Türen offen. Irgendwann werden die Leute, die mich jetzt auslachen, bemerken, dass sie die Zeit besser hätten anders nutzen sollen. Aber das ist was anderes. Im Allgemeinen bin ich relativ zufrieden mit mir selbst, ich habe eine eigentlich gute Figur und finde mich auch nicht übermäßig hässlich. Ich fühle mich in meiner Clique wohl und habe die besten Freunde der Welt.
Das sind so die wichtigsten Dinge, die ich über mich zu erzählen habe. Oh und natürlich meinen Namen: Luisa. Es scheint mir oft so, als sei ich mir in Allem, was ich tue komplett sicher, und jeder Schritt, den ich gehe, ist bewusst in eine bestimmte Richtiung gewählt. Ich bin ein sehr kontrollierter Mensch, der genau weiß woran er ist.
Aber neulich haben wir im Unterricht Rollenerwartungen durchgenommen. Und seitdem analysiere ich mein Leben, wie eine schlechte Daily-Soap oder so einen typischen amerikanischen Highschool-Film und mir ist aufgefallen, dass das wirklich funktioniert, denn jeder Mensch hat eine Rolle in diesem riesigen Gefüge Leben. Irgendwie kommt mir nun mein ganzes Leben wie eine Aufführung eines berühmten Dramas vor, das jeder schon mindestens 200 Mal in verschiedenen Ausführungen gesehen hat. Und trotz anderer Bühnenbilder, Kostüme oder Stile, bleibt es doch immer noch das gleiche Stück. Es sind die gleichen Rollen mit den gleichen Charakterzügen, die die gleichen Entscheidungen treffen,was wiederrum eine Kette meist böser Umstände hervorruft. Und so weiter und so fort. Oh, und natürlich sind die Schauspieler auch andere, die immer etwas Eigenes mit einbringen, was es vorher noch nicht gegeben hat.
Seit heute Morgen habe ich angefangen, Rollen zu verteilen: Das gibt es natürlich die allseits beliebten Footballer, in meinem Fall Fußballer, auf die jedes Mädchen insgeheim steht, aber die  begehrten Jungs sind bloß einer Gruppe zugeteilt: Den Cheeleadern. Die gibt s aber an unserer Schule nicht. Also sind es die Mädchen, die im Sport-Leistungskurs sind. Alle anderen finden diese Beteiligten natürlich am besten, aber schnell wird der Zuschauer bemerken, wie fies die Fußballer und Sportlerinnen eigentlich sind, wenn sie nicht mit ihresgleiche sprechen. Das krasse Gegenteil bilden die Streber. Sie sind immer zusammen und gründen eine Naturwissenschafts-AG, für die sich niemand interessiert. Alle meiden diese Freaks. Sogar ich. Ich meine, wie kann man abends im Bett bitte das Grundgesetz lesen?! Normal ist das nicht mehr mit denen. Aber unter den Strebern gibt es immer ein hübsches Mädchen, das eigentlich ganz anders ist. Sie findet dann irgendwann Anschluss bei den Sportlerinnen, weil sie mit dem Kapitän der Fußballmannschaft zusammenkommt. Da unsere Streber nur hässliche (Tut mir leid, aber man muss auch mal ehrlich sein dürfen) Jungs sind, fällt diese Rolle einfach mal weg. Dann gibt es noch die Orchestermusiker und die Chormädchen. Alle wirken etwas prüde, haben aber bei näherer Betrachtung den besten Humor und sind ein wirklich gutes Team. Wenn wir schon im musischen Bereich sind, dürfen wir die Poeten, die auch eher knapp besetzt sind, und die Künstler nicht vergessen. Über die bildet sich jeder seine eigene Meinung. Dann die Metaller. Diese harten Jungs sind in Wirklichkeit gar nicht so hart, und gehören zu den besten Freunden die man haben kann. Max, mein bester Freund, gehört auch zu denen. Besonders nervig sind die Jungs, die sich für die größten halten und somit immer anzügliche Witze machen. An die kann man sich aber gewöhnen. Die Hippies und Individuellen sorgen immer für guten Gesprächsstoff und eigentlich relativ meinungsneutral. Natürlich gibt es dann noch all diese guten Seelen wie die Zuhörer, die immer gute Ratschläge haben, und all die anderen Freundinnen die bestimmte Aufgaben übernehmen, um eine Clique am Laufen zu halten.
Das sind alles ziemlich viele Leute, und ich habe bestimmt viele vergessen. Aber wenn ich so nachdenke, läuft es mir kalt den Rücken herunter: Ich gehöre nirgendwo hin. Es gibt nichts, was ich so gut kann, dass ich zu einer meiner Gruppen dazugehöre. Bin ich also so jemand, der die ganze Bühne aufbaut, und dann nicht mal einen  Dankesblumenstrauß bekommt? Plötzlich bekomme ich richtig Angst, dass ich irgendwann alleine darstehe, weil ich mich nirgends einbringen kann. Und ich fühle mich schrecklich in meiner Haut. Alle Freundinnen, denen ich von meiner Theorie erzählt habe, schüttelten nur den Kopf und hielten das alles für Quatsch, aber ich mache mir ernste Sorgen.
Eigentlich war es ja garnicht so schlimm in keine Gruppe zu gehören, denn was mir eine solche Angst macht, ist, dass ich selber nicht weiß wer ich bin und was mich ausmacht. Wie ein unbeschriebenes Blatt. Keiner hat irgendeine Erwartung in mich oder Ideen, was aus mir mal werden soll...
Dieser Morgen ist für mich eine Qual. So einsam und erdrückt habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt, und ich beginne, die anderen nocheinmal zu beobachten, und mir fallen wichtige Dinge auf: Einer der Streber, aus dessen Tasche ein Stollenschuh ragt. Eine Violinistin, die Kafka im Aufenthaltsraum liest. Freiwillig. Ein Klavierspieler im schwarzen In Flames-Shirt.  Und auch Max fällt mir auf, denn er blättert mit gedankenverloren in seinem Notenordner und spielt auf der Tischkante Klavier. Und es trifft mich wie ein Schlag!
Es gibt keine Rollen oder Rollenerwartungen im echten Leben. Jeder hat seine eigene Rolle, die er selbst schustern kann, wie er möchte. Das erleichtert mich irgendwie, und ich fange an, mich selbst ganz anders zu sehen, denn es geht mir nicht mehr darum, eine Sache perfekt zu können, sodass ich mich nur über diese Sache definieren kann, sondern darum, sich selbst zu entfalten, und das zu tun, was einem gefällt. Und je mehr man ausprobiert, desto mehr Dinge wird man finden, in denen man gut ist, und dann werden diese Dinge anfangen ein Teil von uns zu werden.
Denn jeder ist sein eigener Regisseur...

Dienstag, 3. Juli 2012

Nur damit du weißt....

Luke...

Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben gemacht. Wie auch? Ich meine diese Situation ist ja eher nicht so...normal. Aber ich meine, wie soll das hier alles auch normal sein? Regen. Nasse Fahrbahn. Klingt normal. War's dann aber doch nicht. Und jetzt musst du geduldig sein.
Dieser unglaublich dumme Brief ist nämlich nur, damit du weißt, dass...
...du der Mensch warst, den ich am meisten liebe.
...du für immer bei mir sein wirst.
...ich glaube, dass du irgendwie trotz allem bei mir bist und ich niemals alleine bin.
...ich trotzdem bestimmt irgendwann mal jemanden anders finden werde.
...ich dachte, ich würde dir folgen.
...ich mir wünscht bei dir zu sein, anstatt hier.
...ich Angst hatte. Todesangst.
...ich danach keine Angst mehr hatte.
...keine einzige Träne wegen dir geflossen ist. Außer jetzt grade zumindest.
...das mit uns... Das war für die Ewigkeit.
...es mir leid tut, weil das Einzige, das ich sehe wenn ich an dich denke, diese Moment war, in dem dieser Kerl den Kopf schüttelte und in dein bleiches Gesicht starrte.
...du mein bester Freund warst.
...ich dich liebe. Seit immer schon. Für immer.


Ich denke jetzt weißt du alles. Nur eines fehlt noch: Ich vermisse dich. Zu Anfang hatte ich nur Leere in mir. Aber jetzt, wo ich weiß, was ich gleich tun muss, weine ich. Und ich merke, wie unglaublich unvollkommen mein Leben ist, seit du fort bist.
Nur damit du's weißt. Ich hasse ich dafür, dass du mich hier gelassen hast, denn das hier ist unerträglich...

Jess.



Ich stehe wie angewurzelt vor dem Loch im Boden und starre auf die längliche Holzkiste. Da liegt er nun. Mein Luke.
 Glatte Fahrbahn wegen des Regens. Scharfe Kurve, und die Reifen des Motorrads rutschten immer weiter zur Seite. Wie in Zeitlupe, Es fällt. Ich klammerte mich an ihn, doch er entglitt meinen nassen Händen und mit dem Aufprall schlitterte er über die Fahrbahn. Reglos blieb er liegen. Ich wollte aufstehen und ihm helfen, aber ich konnte nicht. Irgendwas drückte auf meine Beine und alles wurde schwarz. Als ich aufwachte war er schon tot....
Wieder fühlt es sich an, als ob das Motorrad auf meine Beine drückt. Noch bevor ich in das weiche Gras falle, lasse ich den nachblauen Briefumschlag in das Grab segeln. Ich breche in Tränen aus. Jemand setzt sich neben mich. Es ist Mike, Lukes Bruder. Er nimmt mich in den Arm und ich spüre wie auch er weint. So sitzen wir am Grabesrand und halten die ganze Beerdigung auf. Aber niemand traut sich, auch nur eine Bemerkung zu machen, oder uns wenigstens anzuschauen. Irgendwann kommen dann meine besten Freunde, Anna und Jack, die uns nacheinander hochziehen und langsam in eine einsamere Ecke des Friedhofs bringen...



Jaja ich weiß...sehr kurz und sehr kitschig aber ich musste es mal eben loswerden :)

Dienstag, 19. Juni 2012

Fortsetzung folgt...

Ich habe auf Lina's Blog ein supertolle Aktion entdeckt. Sie hat einen Anfang zu einer Geschicht geschrieben, und jetzt liegt es an ihren Lesern, dass diese Geschichte weitergeht. Ich habe mich gleich mal drangesetzt und geschrieben. Mir persönlich gefällt die Geschichte gut *höhö*.
Aalso: Hier findet ihr den Anfang der Geschichte. Jetzt folgt meine Fortsetzung. Und jetzt seid ihr dran! Wenn ihr Lust habt, könnt ihr meine Version weiterschreiben, denn das hier hat noch laange kein Ende! Oder vielleicht fällt euch ja selbst eine Fortzsetzung zu Linas Anfang ein. Ich würd emich natürlich sehr geehrt fühlen,wenn ihr meine Version weiterschreibt. Egal was ihr macht, kommentiert dann bitte den Link zu eurer Version, und wozu der gehört unter Linas Post. Mich würde natürlich auch interessieren, was ihr so macht, also kommentiert das hier auch direkt drunter^^ Ich bin neugierig, wie es weitergeht, und welche Variationen dabei so rauskommen. Ich freu mich schon!

Hier meine Fortsetzung:

...Sie wusste nicht, warum sie eigentlich dort war. Es brachte doch eh nichts. Sie lief durch den Strom der Menschen. Ohne auch nur auszusehen. In der Klasse saß sie und starrte an die monotone, langweilige beige Wand, von der die Farbe langsam aber sicher abbröckelte. Gedankenverloren strick sie mit ihren Fingerspitzen über das raue abgenutze Holz ihres alten Schultisches. Vorne im Raum redete der Lehrer. "Polynomdivision...Binom...". Es musste wohl Mathe sein. Egal. Wer braucht schon Mathe in einer Welt, in der man nicht gesehen wird?! Da nützt Einem Mathe extrem wenig. Sie könnten besser lehren, wie man es schafft zu reden. Oder zu lachen.  Sie schaute auf. Um sie herum saßen ihre Klassenkameraden. Einige lachten. Andere schauten irritiert zur Tafel, als würde dort auf chinesisch unterrichtet werden. Wieder andere tippten voller Elan auf ihrem Taschenrechner herum. So war sie auch einmal. Mila konnte lachen. Mila war gut in Mathe. Mila hatte Freunde. Aber Mila ist gestorben. Und zurückgeblieben ist nur ihr leerer, sich immernoch bewegender Körper. Sie fragte sich oft. Wie die anderen das überleben konnten. Sie waren nicht nurnoch Körper. Sie waren hier. Mila nicht. Aber sie vermisste Mila auch nicht. Sie hatte immerzu geschrien. Nur geschrien und geschrien. Manchmal auch geweint. Sie hatte Blut an den Händen. Überall Blut. Dann ging Mila weg und lies sie hier zurück. Ganz leer...
Mila war schon immer sehr sensibel gewesen. Vielleicht war sie einfach nicht so stark wie die anderen. Deshalb sind die noch hier, dachte sie manchmal.
Alle anderen sprachen über das, was letztes Jahr passiert ist. Wie sie sich fühlen. Sie weinten und hielten sich in den Armen. Mila nicht. Mila wollte in niemandes Arm sein. Denn derjenige, in dessen Armen sie immer war, war auch fort. Aber nicht wie Mila. Er war weg. Für immer. Und diejenige, die das am besten verstehen sollte, die war auch fortgegangen. Dann hat es Mila nicht mehr ausgehalten. Sie ist weggegangen.
Während der Pause lief sie durch die Schule. Auch hier ist alles noch da.Die Klingel überhört sie. Sie läuft einfach weiter und bleibt vor einem Musikraum stehen. Die Tür stand einen Spal offen. Sie schaute herein. Dort saß ein Junge am Klavier. Er hatte die Augen geschlossen und spielte-wunderschön. Einige Zeit bemerkte er sie nicht. Aber als das Lied zu Ende war, sah er ihr direkt und unverwandt in die Augen, so als wäre sie da. Er nickte ihr zu und fragte, warum sie denn da an der Tür steht. Er ist neu hier. Kennt noch keinen.Ob sie nicht reinkommen will. Sie ging in den Raum und schloss die Tür. Er hatte wirklich mit ihr gesprochen. Er nahm sie war. Er lächelte. Das holte Mila zurück. Langsam, ganz langsam kroch sie in ihren Körper zurück. Zögerlich breitete sich eine Wärme in ihr aus. Sie wusste noch nicht, ob das gut oder schlecht war.
Der Junge spielte weiter. Schaute sie an und lächelte. Sie schwieg. Und hörte zu. Und mit jedem Ton den er spielte erinnerte sie sich ein wenig. Schüsse. Laut. PENG PENG PENG! Schreie Erbärmliche Schreie der Angst. Damals hielt sie ihn in den Armen. Irgendwie falsch herum. Und Schüsse. Und Schreie. Stille. Dann wieder Schreie. Unendlich lange.

Und zum ersten Mal konnte sie über diesen Tag wirklich weinen. Nur ein kleine Träne rollte ihre Wange herab. Es war nicht Milas leises Weinen oder ihre innerlichen Hilfeschreie, nein. Mila weinte wirklich, denn sie war zurück. Und das sah auch der Junge. Sein Lächeln erstarb und er stand auf....

Wie gefällt es euch? Und jetzt: Haut in die Tasten und schreibt drauflos! Es gibt kein richtig und falsch. Ihr seid jetzt Herr über die Lage! Soll es nun ein Thriller oder eine Liebesgeschichte werden? Das liegt in eurer Hand!...

Montag, 28. Mai 2012

Feels like home

                                                     Einfach hören beim Lesen :)


Jule sitzt auf ihrem Bett und starrt ins Leere. Ihr Gesicht wirkt wie versteinert, doch in ihren hübschen grünen Augen liegt ein trauriger Ausdruck. Ihr Rücken ist zusammengesackt und ihre wuschigen brauen Haare verdecken Teile ihres schönen Gesichts. Die schlanken Hände liegen ineinander verschrenkt auf ihren Oberschenkeln. Dort sitzt sie. Sekunden. Minuten. Ohne sich zu bewegen. Sie sieht unglaublich einsam aus. Und tot. Man kann kaum erkennen, wie sich ihr Brustkorb bei jedem Atemzug hebt und wieder senkt. Es ist, als wäre sie in einem Winterschlaf. Tiere, die den Winter über schlafen fahren alle biologischen Funktionen beinahe komplett herunter. Jule tut das auch grade, glaube ich. Aber es ist Juli. 28 Grad draußen. Wolkenloser blauer Himmel. Perfektes Baggerseewetter. Und sie hält einen Winterschlaf.  So stehe ich in ihrem Zimmer und beobachte sie. Es ist so erdrückend still, dass ich es nicht wage etwas zu sagen, mich zu bewegen oder wenigstens laut zu atmen. Ich will sie berühren und ihr zeigen, wie Leid mir alles tut. Dass ich alles bereue. Kurzschlussreaktion. Ich liebe sie, will sie umarmen und aufwecken, aber es kommt mir vor, als ob ich zwischen uns eine dicke, hohe Steinmauer aufgebaut habe, die ich nicht überklimmen kann. Also stehe ich einfach da. Will ihr sagen, wie sehr ich sie liebe. Ich öffne meinen Mund, kann aber nichts sagen. Meine Hände verkrampfen sich. Ich bin so ein Trottel. Mir gegenüber sitzt das wunderbarste Mädchen, dass es auf der Welt nur geben kann, und ich  schaffe es nicht, auf  sie zu zuzugehen.
                                                                     


Kraftlos. Ausgelaugt. Leer. Schockiert. Fassungslos. Aber vor allem einsam. Alles nur...weil..Ja, warum eigentlich? Wie kam er nur dazu, mir das anzutun? "Ich glaube, dass ist nicht richtig mir uns. Es ist einfach weil..naja wegen Maxi und das geht einfach nicht. Er ist mein bester Freund und..." Danach konnte er nicht weitersprechen. Er musste schlucken. Und ich sah in seinen wunderbar tiefblauen Augen, dass er litt. Aber ich verstand einfach nicht, warum er sich das antat. Nur weil Maxi das mit uns nicht passte? Er küsste mich auf die Stirn und ging. Ich brach zusammen. Zum Glück war Mona da. Sie brachte mich nach Hause. Ich liebe ihn. Über alles. Ohne ihn fehlt mir etwas. Das geht nicht. Also bin ich gestorben. Nur dumm, dass mein Herz nicht aufhört zu schlagen. Seitdem sitze ich auf meinem Bett und starre die Fusseln meines Teppichs an. Im Augenwinkel sah ich, dass die Tür aufging, und erkannt natürlich auch, wem die abgelaufenen Sneakers gehören. Trotzdem konnte ich nicht aufhören den Teppich zu beobachten. Irgendwie verabscheute ich ihn. Wollte ihm irgendetwas an den Kopf werfen. Aber ich konnte mich nicht bewegen. Trotzdem war ich froh, dass er da war. Er hatte einen Fehler begangen. Dass weiß ich. Er auch. Aber er weiß nicht, was er tun soll. Und ich warte. Würde er nur etwas sagen. Das wäre besser als jede Reanimation. Seine wunderbare Stimme, die mich immer in ihren Bann zieht und mir immer ein Lächeln auf Gesicht zaubert. Ich war nicht mehr wütend. Irgendwie tat er mir sogar Leid. Maxi ist mein Ex und sein bester Freund. Maxi hasst ihn dafür und jeder braucht einen besten Freund. Fabi war gefangen zwischen seinen Lieblingsmenschen. Er machte diesen Fehler und tötete mich. Aber jetzt steht er hilflos vor mir, wie ich ihn noch nie gesehen habe. Und er tut mir Leid, was eigentlich dumm ist. Ich sollte ihm leidtun. Doch plötzlich habe ich eine Idee, und das kommt mir garnicht mehr so dumm vor. Das muss wohl Liebe sein. Ich merke wie gut ich ihn kenne. Und verstehe es, auch wenn er mich umbringt. Und ich verzeihe ihm, ohne, dass er etwas tun muss. Einfach da sein. Das ist meine Definition von Liebe. Es geht nicht darum, jemanden besonders zu mögen, oder ihn zu küssen. Sondern darum, den anderen so zu kennen wie sich selbst, und ihm auch den dümmsten Fehlschritt nicht übel zu nehmen. Denn, wenn man sich liebt, funktioniert man ohne den anderen nicht. So wie ich jetzt, denn ich bin immer noch wie eine Statur und analysiere die Beschaffenheit des Teppichs.


Ich beobachte sie. Jule ist so wunderschön. Es gibt einfach nicht an ihr, das ich nicht liebe. Ich will sie endlich wieder spüren. Und sie festhalten. Und warten bis sie aufwacht. Wenn es sein muss, warte ich einfach bis zum Frühling. Oder länger. Ich schließe die Augen und höre ihre süße Stimme. Ihr Lachen. Dann sehe ich, was ich mit ihr getan habe. Wie sie weinte. Und nicht aufhörte. Und nicht sagte. Ich öffne die Augen und sie sitzt immernoch dort. Genauso wie vor einer Viertelstunde. Und ich weiß einfach, dass sie mir verzeihen wird, denn ohne sie, würde ich vermutlich in den gleichen Winterschlaf fallen und nie wieder aufwachen. Sie ist meine Schwerkraft. Alles dreht sich um sie. Was würde ich ohne Schwerkraft tun? Ziellos in der Gegend treiben und zu nichts und niemandem gehören. Ganz alleine. Es gibt ja schließlich auch keine Sterne ohne Sonnensystem. Jeder hat seinen festen Platz, damit alles funktioniert. Ohne diese Ordnung gäbe es nicht einmal Tag und Nacht. Je länger ich darüber nachdenke, desto stärke wird die Kraft, die von ihr ausgeht und ich gehe auf sie zu. Setzt mich aufs Bett. Lege die Arme um sie und halte sie. Atme ihren Geruch ein und vergrabe mein Gesicht in ihren Haaren. "Es tut mir Leid. Ich brauche dich. Wach doch wieder auf." Sie lehnt ihren kleinen Kopf an meine Brust und mein Universum ist wieder ganz.


Als er sich neben mich setzt und die Arme um mich legt, rieche ich ihn. Dann spricht er, und es ist mir schon beinahe egal, was er sagt. Dass verstehe ich etwas. "Wach doch wieder auf" Und ich lebe wieder. Bin zurück und es fühlt sich so unglaublich richtig an. So, als wenn man nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommt und den ganzen Stress einfach ablegen kann. Ich kann wieder ich sein. Bin in diesem Moment zuhause angekommen und kuschle mich an seinen weichen Körper. So bleiben wir erst sitzen, dann irgendwann legen wir uns zurück. Wir küssen uns und es scheint mir, als ob es der schönste Kuss ist, den er mir je gegeben hat. Dann lege ich meinen Kopf auf ihn und tue nichts mehr, als seinen wunderbaren Geruch einzuatmen. Ich bin zuhause. Der sicherste Ort der Welt und niemand wird ihn mir wieder nehmen.

It feels home to me...

Sonntag, 13. Mai 2012

Unbeschreiblich

"Bist du verliebt? Gib's zu, du stehst auf ihn. Das sieht man dir doch an!", lachte mir meine beste Freundin ins Gesicht. "Nein, wie kommst du da drauf?? Und überhaupt passen wir sowas von gar nicht zusammmen. Außerdem wüsstest du das doch als erste. Ich erzähl dir immer alles. Das ist doch Käse.", sagte ich. Ich meinte es auch so, aber irgendetwas tief in mir verborgen schrie plötzlich mit aller Kraft "JA!! Ich bin verliebt!!!" Ich fand das albern. Es war ja nichtmal so. Ich war nicht verliebt. Glücklich und single. Das gefiel mir und ich hatte auch nicht vor das so schnell zu ändern. Diesen kleinen Aufschrei ignorierte ich. Es war einfach dieser melodramatische Teil in mir, der immer ein perfektes TV-Drama wollte. Da gehört verliebt sein irgendwie dazu.
Je länger ich darüber nachdachte,  desto unschlüssiger wurde ich mir. Also hörte ich einfach auf zu denken. Es war mir egal was meine Freundinnen dachten. Es war so ein Gefühl, als ob ich es verstecken wollte. eigentlich hoffte ich nur, dass es aufhört. Ich beschloss einfach, nicht verliebt zu sein. Dann war das Thema für mich durch. Für die anderen jedoch nicht. Sie zogen mich auf und machten Andeutungen, wo es nur ging. "Alleine mit euch beiden Turteltauben hab' ich aber auch keine Lust darauf", antwortete ich auf eine Einladung zum Filmeabend. "Ach, David ist doch auch da", gab Judith mit diesem unterschwelligen Ton zurück. "Was soll das denn heißen?! Das nervt! Du hast doch überhaupt keine Ahnung! Hör endlich auf damit!", schrie ich sie an und stürmte davon. Ich verstand nicht wieso, aber ich war einfach wütend. Warum mischte sie sich nur so in mein Gefühlsleben ein?! Das ging doch niemanden außer mir irgendetwas an. Diesen Abend verbrachte ich alleine. Ich dachte nach, und war mir einfach todsicher, dass ich nichts für David empfand. Jedenfalls nicht so. Er war mir wichtig und wir hatten zusammen unglaubliches erlebt, was uns eng zusammenschweißte, aber es waren keine anderen Gefühle im Spiel, schon gar keine Liebe. Mit der Zeit hatten wir weniger Kontakt. Man verliert sich einfach aus den Augen. Irgendwann.
Abends haben wir uns auf einer Landjugendfete zufällig getroffen. Wir unterhielten uns. Es war schön ihn mal wieder zu sehen. Da kam auch schon Anna. "Ach wie süß! Romeo und Julia!" Wir hörten auf zu reden und gingen ein paar Schritte auseinander. Ein genervter Blick wurde ausgetauscht. Gott sie Dank! Ihm geht's genauso wie mir.
Ich beobachtete ihn eine Weile und sagte gar nichts. Er schien ein wenig verwirrt von Annas Gerede, steckte sich eine Zigarette an und wandte sich Nina zu, die sich im selben Momant zu uns gesellte. Da wurde ich wieder so wütend. Aber nicht auf Anna oder Nina, sondern auf David. Warum auch immer. Und irgendwie war ich auch traurig. Warum tut er mir sowas an?! Dieser Gedanke schoss mir durch den Kopf. Ich wusste nicht einmal warum. Ein wenig später standen wir wieder in der selben Runde. "Ex oder Arschloch!" Klare Ansage. Alle setzten an und tranken. Ekelig...Egal ich machte trotzdem mit. Zufällig standen wir nebeneinander und Anna tauchte wieder auf. Ich hatte das ungute Gefühl, sie hatte schon zuviel getrunken. "Ihr seid so süß! Kuschelt doch mal ein bisschen!" Mit diesen Worten drückte sie uns zusammen. Genervt verließ David die Runde und ging. Am Liebsten wollte ich Anna ohrfeigen. Ich tat's aber nicht.
In den nächsten Wochen sah und hörte ich nichts von David.
Ungefähr einen Monat später waren wir in einem Klub in der Nähe. Wir hatten Spaß und tanzten. Es sah nach einem pefekten Abend aus. Insgeheim hoffte ich irgendwie, David hier zu sehen, obwohl ich wusste, dass er eigentlich nicht auf solche Clubs steht. Wir standen in der Runde und wollten gerade weitergehen, als uns auffiel, das Kati fehlt. Tim, ihr Freund, machte sich natürlich sofort Sorgen, also mussten wir alle anfangen sie zu suchen. Ich spürte den Bass der Musik, hörte aber nicht genau hin. Eigentlich hatte ich keine Lust zu suchen, aber Tim begann schon einzuteilen, wer wo suchen sollte. Ich hasste diese Ordnungsmenschen, aber mir blieb nichts anderes übrig und ich fügte mich meinem Schicksal und ging die mir zugeteilte Runde ab. Nach der Hälfte strahlte mich jemand wunderbar herzlich an. Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, denn das Lächeln gehörte zu David. Wir unterhielten uns über dies und das, und das war das erste Mal, dass Anna nicht auftauchte und irgendeinen blöden Kommentar von sich gab. Es war schön einfach mal wieder mit ihm zu reden, aber es fühlte sich irgendwie anders an. Irgendwann fiel mir ein, dass die anderen mich vielleicht mittlerweile auch suchen könnten und wir umarmten uns zum Abschied. Danach ging ich. Zwischendurch sah ich ihn immer mal wieder und es war so eine merkwürdige Aufregung in mir. Alle anderen fanden den Abend doof, aber für mich war es einer der schönsten seit Langem.
Am nächsten Morgen musste ich meine Gedanken ordnen. Ich dachte an David und musste schmunzeln. Ich hatte so ein komisches Gefühl im Magen. Und ich genoss es. Ich bin verliebt, schoss es mir durch den Kopf, und ich akzeptierte es. Dennoch wollte ich niemandem davon erzählen. Es war mein kleines Geheimnis. Ich wollte dieses wunderschöne Gefühl einfach für mich behalten. Und manchmal, wenn ein besonders schönes Lied auf einer Party gespielt wird, verschwimmt die ganz Welt um mich herum und ich träume. Dann sehe ich sein strahlendes Gesicht und höre seine Stimme. Erinnere mich daran, wie es ist, wenn er mich umarmt. Und daran, wie besorgt er einmal um mich war...Dann ist die ganz Welt langsamer und irgendwie gar nicht da. Als würde ich in einem Kokon dasitzen und gar nicht dazugehören. Es ist einfach unbeschreiblich schön..

Ganz wichtig, damit keine Missverständnisse entstehen: Dieser Text ist absolut frei erfunden und hat nichts mit der Realität zu tun!!!

Sonntag, 22. April 2012

In Sepia


Es ist jetzt zwei Monate her. Ob schon zwei Monate oder erst zwei Monate, ist dann eine
Sache der Philosophie. Mein Gefühl sagt mir, dass es erst zwei Monate sind. Erst zwei Monate
in dem Verhältnis dazu, wie ich empfinde. Es scheint mir, als sei die Person, auf die ich
zurückblicke, nicht ich. Vielleicht schon ich aber eine Unterart meiner selbst, denn ich
kann nicht verstehen wie dieses kleine Ich ein Teil von mir sein soll. Es ist schrecklich
naiv, und wäre dieses Ich von mit, meine Freundin, würde ich sie an den Schultern packen und
so lange hin und her schütteln, bis ihre Gedanken wieder am richtigen Platz in ihrem Gehirn
sind. Irgendwie hat das bei mir keiner getan. Dann habe ich es geschafft, es selbst zu
verstehen. Nicht sanft, nein die Wahrheit hat mich aus meinem Wolkenschloss geschmissen, ohne
auch nur zu fragen. Die Landung war dann auch schon gar nicht mehr schlimm. Ich blieb
einfach im weichen Gras liegen und lies mich überwuchern. Das war gut. Ich hatte meiner
Ruhe, denn niemand konnte mich finden. Ich hatte mich ja nie auf den Nach-Hause-Weg gemacht.

Vor zwei Monaten war dieses Mädchen noch glücklich gewesen. Sie war verliebt in diesen einen
Jungen. Er hatte Charme, sah gut aus. Und diese Augen. Immer wenn sie an ihn dachte, musste
sie lächeln. Er sang in einer Band. Das machte ihn nur noch faszinierender. Und dann eines
Tages stand sein Name im blinkenden Chatfenster bei Facebook. Ein wunderschöner Tag. Seine
Band würde ein Konzert spielen, und er wollte sie einladen. Natürlich ging sie hin. Es war
toll. Nach dem Konzert war er nur bei ihr. Er umarmte sie. Lachte. Sie freute sich ihres
Lebens. Dann tauschten sie ihre Nummern aus. Immer wieder schrieben sie.
Eine Woche später war Mädelsabend. Eigentlich. Aber Anne hatte Josh auch mitgebracht. Also
fragte sie Tim, ob er mitwolle. Er wollte gern. Die Gruppe wuchs zusammen. Auch die anderen
fanden ihn toll. "Er ist so lustig. Passt hier super rein" So war das auch. Tim saß den
ganzen Abend neben ihr und Sara. Sara war wunderschön. Klasse Körper, lange Wimpern.
Typisches Mädchen. Einfach perfekt. Ich weiß nicht, ob sie es nicht sehen wollte, oder ob
sie tatsächlich so blind vor Verliebtheit war, dass sie es nicht bemerkt hat. Irgendwas war
zwischen Tim und Sara. Vom ersten Augenblick an. Es war doch so offensichtlich.
Das Mädchen lebte im Gedanken, dass alles ihre Träume war werden würden. Fast jeden Tag traf
sie Tim. Zwar waren meist ihre Freundinnen dabei, aber für sie war es, als gäbe es nur sie
und ihn. Die beiden wurden Freunde. Redeten über alles. Lachten. Und sie bemerkte dieses
Blick, den er aufsetzte, wenn Sara kam einfach nicht. Denn für sie war es mehr. Es gab da
noch die Liebe, die diese Freundschaft überschattete. Davon ahnte Tim nichts.
Dann kam dieser Tag vor zwei Monaten. Zeltfete in irgendeinem anderen Dörflein in der
Region. Natürlich war Tim auch da. Dann sah dieses Mädchen, wie ihr bester Freund, den sie
mehr liebte als alles andere, ihre Freundin küsste. Dann lachten sie. Er flüsterte ihr etwas
ins Ohr. Sara bekam alles, was sich das Mädchen wünschte. Auf einmal schien es ihr, als sei
die ganze Welt ein bisschen weiter weggerückt-aus Respekt, um ihr Ruhe zu lassen.

Tim und Sara wurden ein Paar.
Das Mädchen litt.

Irgendwann habe ich mich damit abgefunden. Tim ist mein bester Freund, auch, wenn wir
Funkstille hatten. Er hat sich Sorgen um mich gemacht. Da habe ich ihm alles erzählt.

Ich verstehe immer noch nicht, wie naiv ich war. Warum ich es nicht gemerkt habe. Ich war zu
sehr in meinen mit Schokoeis beschmierten Zuckerwatteträumen zu leben, anstatt ein Auge auf
die Wirklichkeit zu werfen. Rückblickend wirkt das alles so weit weg, dass meine
Erinnerungen an diese Momente immer in Sepia oder Schwarz-Weiß ablaufen. Habe ich mich
wirklich so verändert? Wie kann es sein, dass sich die Liebe von einem flauschigen Hundebaby
plötzlich in ein riesiges Montrum verwandelt, dass mich auffressen will?
Sowas passiert.
Aber ich verstehe trotzdem nicht, wie ich es geschafft habe. Würde ich die Geschichte des
Mädchens aufschreiben, würde sie sich wahrscheinlich abkapseln von ihren Freunden. Oder sich
umbringen.
Aber ich war stark. Die Liebe scheint doch nicht so schlecht zu sein, wie sie mir erscheint,
denn ohne sie hätte ich es nie geschafft aufzustehen. Liebe ist nicht nur wie die Liebe
zwischen Mann und Frau. Ich denke, die brennt in jedem von uns und ist das, was uns
Menschlichkeit gibt. Sie macht uns stark, auch wenn wir alleine sind. Sie ist etwa Gutes,
dass sich nie von uns wendet. Wie ein Schutzengel. Wenn man dann jemanden findet, den man
liebt, ist es als würde diese Liebe ein bisschen aus und herausklettern, um dem anderen zu
zeigen, wie wichtig er ist.
Liebe ist das, was uns antreibt, und das, was das Mädchen gerettet hat...

Noch dazu: Wie alle Texte dieses Labels ist alles frei erfunden, und hat nichts mit der Realität zu tun. Nur so nebenbei :)

Dienstag, 13. März 2012

Once upon a time

Genervt und völlig erledigt schiebe ich mein Fahrrad in den Schuppen und gehe ins Haus, um von der Wohligen Wärme empfangen zu werden. Sofort fühle ich mich besser. An solchen Tagen wie heute, fühlt man sich zu hause am besten. Erleichtert schmeiße ich meine schwere Schultasche in die Ecke. Mit einem dumpfen Geräusch landet sie auf den Fliesen. Sofort werde ich von meinem schwanzwedelnden Hund mit einem liebevollen Stupser mit einer kalten Schnauze begrüßt. Das tut gut. Dann gibt es Mittagessen. Ich erzähle meiner Mutter von meinem schrecklichen Tag, doch die redet nur davon, dass ich mein Zimmer noch aufräumen muss. So fühle ich mich auf einmal so gar nicht mehr heimisch. Genervt stehe ich auf, schnappe mir meine Tasche und stampfe die Treppe hinauf. In meine Zimmer lasse ich mich auf meinen Schreibtischstuhl fallen und sacke zusammen. Ich bin den Tränen nahe. Der Tag war so voller vieler kleinen nervigen Dinge, dass ich nun genug habe. Ich brauche einfach Pause. Vergeblich suche ich die Fernbedienung zu meiner Musik-Anlage. Na toll... Es wird immer schlimmer. Jetzt kann ich mich nicht einmal mit Musik abreagiere. Heute morgen lief einfach alles schief. Wir haben eine Arbeit zurückbekommen. Fünf. Meine beste Freundin war genauso gereizt wie ich. Dann haben wir uns angeschrien und sind im Streit nach Hause gefahren. Die Lehrer hatten auch nur schlechte Laune und dann kam noch die schlechteste Nachricht des Tages. Die Oma eine guten Freundin ist während unserer Englisch-Stunde gestorben, und ihre Mutter hat es ihr als SMS in die Schule geschickt. Einen so schlimmer Tag hatte ich schon lange nicht mehr. Eigentlich noch nie. Es kommt mir absolut unfair vor, dass ich mit meinen jungen 16 Jahren schon mit Dingen wie dem Tod konfrontiert werden muss. Ich fühle mich doch eigentlich noch wie ein Kind. Behandelt werde ich aber wie eine Erwachsene. Und keine fragt, was ich eigentlich will. Die Welt ist grausam und unfair. Voller Streit, Krieg und schrecklicher Dinge. Und das Schlimmste daran ist: Ich bin ganz alleine auf der Welt. Natürlich habe ich Menschen, die mein Leben erträglicher machen, doch die scheinen es auch manchmal noch schlimmer zu machen. Gedankenverloren nehme ich einen Stift in die Hand und kritzle auf einem weißen Blatt herum. Da schießen mit drei Wörter durch den Kopf: Once upon a time; Vor langer, langer Zeit. So beginnen alle Märchen, die mir früher erzählt wurden. Die Geschichten, in denen wunderschöne Prinzen auf Pferden angeritten kommen, und alles zum guten wenden. Wunderschöne Zauberwelten, in denen das Böse keine Chance hat. Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende...
Welch eine wunderschöne Vorstellung. Eine Zeit lang träume ich mich zurück in meine Märchenbücher und vergesse alles um mich herum. Alles ist gut. Pures Glück. Glück...Ich schließe die Augen und denke darüber nach. Ich höre Wellenrauschen und Möwengschrei. Eine Stimme die zur Gitarre singt. Ganz alleine für mich. Herzliches Lachen. Ich rieche alte Bücher und Heu. Fühle wunderbare, behagliche Wärme. Starke Arme, die mich halten, auch, wenn ich zu fallen drohe. Ich sehe...ja, was sehe ich eigentlich, wenn ich an das Glück denke? Eine Million Bilder gehen wie eine Diashow an mir vorbei. Meine Freunde und ich. Lachend. Spaß auf einer Party. Meine beste Freundin und ich, wenn wir die ganze Nacht Filme schauen. Meinen Hund. Meine Familie. Alle lachen. Alle sind entspannt... Da fällt mir etwas auf. Diese Bilder sind Realität. Ich öffne die Augen und sehe meine Welt plötzlich mit ganz anderen Augen. Ich nehme mir etwas vor. Ich möchte das Schöne in meiner Welt erkennen. Nicht alles ist schlecht. Und selbst, wenn es doch schlechte Dinge gibt, sollte ich sie versuchen zu mildern. Also nehme ich mein Handy hervor und wähle die Nummer meiner besten Freundin, um sie anzurufen. Ich möchte mich aussprechen. Wir reden stundenlang und beschließen zu Mona zu fahren, und ihr zu helfen, den Tod ihrer Oma zu verkraften, denn auch ihre Welt soll wieder schöner werden....

Samstag, 3. März 2012

Kreativ-Attacke

Irgendwie hat es mich gerade überkommen und ich habe Eragon 2 weggelegt um dieses Etwas hier zu fabrizieren. Ich zwar nicht die große Künstlerin, aber irgendwie gefällt es mit trotzdem... Schon komisch, wenn man auf einmal den Drang bekommt, eine kleine Leinwand mit einer riesigen Menge Farbe zu verunstalten... Naja vielleicht nicht für alle, aber für mich ist es extrem seltsames Verhalten.



Nur noch kurz am Rande: Ich habe ein neues Foto auf der "Ich tu's"-Seite veröffentlicht. Falls es euch interessiert, schaut es euch doch mal an :)

Schönes Wochenende
Inky

Montag, 27. Februar 2012

Just a small key

Just a small key…
It was just a normal Tuesday in New York. The sun was shining. The birds were singing and it seemed to be a beautiful day. My girlfriend and me sat at the breakfast table and were talking about some things and when I look back at this morning, they seem to be banal and I wish that we would have talked about something more important. “Oh it’s 7:40! I’ve got to go. Bye, Darling.” “Bye.” I kissed her on her small but beautifully curved lips. “I love you,” she said, when she left the flat. With a little noise, she closed the door. I tidied up the kitchen and sang with the radio. Then I took my suit jacket and went to the subway station. The train arrived with a squeaking noise of the breaks. After three stops, I got out of the train and went across the street, where my architecture office was. Like every day, I first checked the letterbox and then I sat at my desk. I worked three and a half hours and nothing happened. My mobile rang. It was Chris, a friend. He sounded very shocked and he talked very fast. I just understood a few words and was scared. Then he was interrupted. The network had broken down. I got panicky fear.  The words which I understood were: plane, Twin Towers and terrorists. Bonnie works in the South Tower! I turned on the radio. “The North Tower was hit by a plane. Thousands of lives are in danger.” I heard that the reporter was scared. I couldn’t move. Then I tried to phone Bonnie. My fingers shook when I pushed the buttons. My mobile didn’t work. I tried it again and again but without success. Suddenly the radio reporter began to gasp. “Ladies and Gentlemen, another plane flew into the World Trade Centre.  This time, the South Tower was hit. Now it’s for sure that it’s the sick idea of terrorists.” The mobile fell out of my hand. I didn’t know how to feel or what to do. I stayed on my chair and listened to the nervous voice of the reporter. Today, I don’t know what I did in those hours of horror. I just remember the terrified radio reporter.
“Oh my God! The North Tower is about to collapse! People are jumping out of the windows.”
 “The South Tower is about to collapse, too. A huge cloud of dust is darkening the streets. People are running. They are screaming and crying. “
In that moment, my world was destroyed. For the first time that day I looked at the calendar. It was the 11th of September, 2001. In the following week, I went to the place of the World Trade Centre hoping to find Bonnie alive. But no one found her, not alive, not dead. Three weeks later, I was sure that Bonnie was dead. I tried to live normally, but in every silent moment I missed her and I knew that with her, a part of me was gone.
 Now, four years later, it’s better. I moved to another part of New York, close to my office. The phone rings. “Hello?” “Hello, may I talk to Jeremy Walker?” “It’s me.” “Ok. Your girlfriend, Bonnie Smith, was in the South Tower on 9/11, right?” “Yes…” A cold feeling spread throughout me. Why does this person want to talk to me about Bonnie? “My name is Jared Parker and I’m the leader of the search in the debris of the Twin Towers. It was taken to Long Island and a lot of helpers are looking for missing people or personal stuff of them.” “Yes, but what does this have to do with me? Did your people find her?” “No, I’m sorry, but we found something, a little black bag with her name on it. It’s nearly completely destroyed but in it, there was a small key. Did Bonnie write in a diary or something like it?” “Yes, she wrote very often. Is it possible for me to get the key?” “Yes, you can pick it up at our office tomorrow.” “OK, I’ll come. See you and thank you very much!!”
I’m happy. With this key, it’s possible for me to re-connect with Bonnie. It’ll be as if she tells me something about herself. Next morning, I drive to Long Island. I hold the key in my hands. Back home, I open a little chest with memories and open the diary. I begin to read.
04/08/01
                          Dear diary,
Today, I met Cedric. We drank coffee and talked and laughed much. I really like him. He is so nice. His body is perfect, ‘cause he plays football. When I wanted to go, he kissed me very softly, but it was intensive. It’s dangerous for me, ‘cause I’ve got to take care that Jer won’t find out about us. I love him very much, but I need this adventure called Cedric. Am I a bad human?

No! I don’t believe it! My love, my luck, everything was a lie? She had an affair? I know, that it won’t make the situation any better, but I need to read on
05/02/01
                            Dear diary,
Last weekend, Jer was at a conference, so I slept at Cedric’s house. ;) You know what I mean? It was beautiful! First he

Stop, I can’t read on…It’s horrible…I turn to another page and read on.      
              Dear diary,
Every day, I am happier with my two boyfriends! Both are perfect and I love them! I could never leave Jer, cause he is my best friend and I need him to survive, but Cedric is a perfect lover. I’m HAPPY!!!!

In July, she didn’t write anything. We were on a trip through Canada. It was great. But why I didn’t notice that she had Cedric?! My whole life was a lie! I was sad and depressed, because of a woman for who I wasn’t enough! In rage, I read on

08/20/01
                             Dear diary,
I can’t believe it! Cedric isn’t the gentleman I thought him to be…  Yesterday he forced me to…. I don’t want to describe it. I’m so sorry that I did this to my sweet and perfect Jer. I love him and I think, I should leave Cedric as soon as possible. The situation is strange…

I want to read on! I want to know what happened. Did she leave this f***ing Cedric?! He forced her to…I would never do this. NEVER!!
09/10/01
                                            Dear diary,
I did it. I left Cedric and I think it’s better. I’m happy with Jer and I love him , more than I’ve ever loved anyone else.  He is so sweet and he would do everything to make me happy!! <3 Jer, I love you!!!! I want to marry him. Tomorrow, I’ll ask him, when I come home from work.
Loving kisses to my sweet, sweet Jer,
                                                           Bonnie <3

Tears drop onto the paper. 09/10/2001… Her last evening and she wrote that she wanted to marry me. All of my anger was away. ‘Loving kisses to my sweet, sweet   Jer.’ I read this sentence again and again. And I miss her… My sweet, sweet Bonnie….


So ich hoffe ihr habt alles verstanden, und vor Allem hoffe ich, es hat euch gefallen. Es ist meiner Meinung nach eine ganz andere Sichtweise, und ich hoffe es berührt euch sogar ein bisschen. Etwas melodramatisch, aber meine Englischlehrerin war begeistert. Jetzt bin ich auf euer Urteil gespannt. Bei Verständnisfragen bitte melden;)
Inky

Freitag, 17. Februar 2012

Klick

 Mein erster Teil zur Sternenstaub-Challenge:
 Wort: naja überlegt mal :)
Klick...Klick...Klick...Immer wieder drücke ich auf den Knopf meines Kugelschreibers. Klick...Klick...  Ich starre abwesend auf das leere Blatt. Mein Kopf ist vollkommen leer, obwohl es mir wichtig ist alles zu schreiben was ich denke. Ich zermatere mir das Hirn, aber trotzdem fällt mir nichts ein, was erwähnenswert wirkte. Weitere zehn Minuten führe ich einen Anstarr-Kieg mit dem Papier...und verliere. Klick...klick... Da kommt mir ein Einfall. Ich denke nicht mehr, sondern schreibe einfach drauf los:
Hey Luc...
Wie gehts dir? Danke für deinen Brief. Hier ist alles in Ordnung....Eigentlich... Ich vermisse dich. Du fehlst mir so unglaublich. Und ich finde einfach keine Worte, um den Gefühlen, die ich dir gegenüber habe gerecht zu werden. Ich sitze hier in meinem Zimmer, starre ein leeres Blatt an und klicke mit meinem Kulli. Mit dem Grünen. Mit den Schafen drauf. Weißt du, der den ich mir gekauft habe, als wir zusammen im Kino waren.  Naja... jetzt sitze ich hier jedenfalls und klicke immer weiter, denn mir fällt nichts ein. Jetzt denke ich gerade daran, wie du mich umarmt hast, als du gegangen bist. Wie du mich geküsst hast. Und daran, wie ich geweint habe. Du hast die Träne weggewischt und mir versprochen, dass du wiederkommst. Ist es nicht komisch, dass Menschen sich immer nur an den Moment erinnern, in dem etwas fortgegangen ist? Immer wenn  ich an dich denke, denke ich daran, dass du weg bist, und nicht an all die wunderbaren Momente, die wir hatten. Jetzt spüre ich das Loch, das du hinterlassen hast. es zieht alles in sich rein. es ist ein schwarzes Loch und verschluckt alles. Ich wünsche mir, deine Stimme noch einmal zu hören, deine Nähe zu spüren. Kannst du mir nicht noch einmal auf der Gitarre spielen und dazu singen? Jetzt lächle ich. Du auch? Ich bin wirklich komisch, oder? Klick... Ich weiß nicht mehr, was ich noch schreiben soll. Der Brief ist sehr kurz. Egal. Jetzt konntest du in meinen Kopf schauen.  Ich wünschte, es gäbe Siebenmeilenstiefel, mit denen man 2000 km einfach so überwinden kann.
Bises
Mila

Ich falte das Blatt und stecke es in den Umschlag. Dann ziehe ich meine roten Stoffschuhe an und mache mich auf den Weg zum Briefkasten.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Wie bei den Sternen

Lustlos schiebe ich mein Fahrrad aus der warmen Garage in die dunkle Kälte. Eigentlich habe ich gar keine Lust loszufahren, aber es geht eben nicht anders. Also steige ich auf und fahre los. Sofort schneidet mir die Kälte ins Gesicht. Meine Ohren frieren und meine Finger fangen an wehzutun. In der Hoffnung, dass es meine Stimmung etwas heben kann, stecke ich mir einen Kopfhörer ins rechte Ohr. "Hey there Delilah, whats it like in New York City..." klingt es ruhig und meine Gedanken schweifen ab. Trotzdem ist mir kalt und ich bereue es, überhaupt aus dem Haus gegangen zu sein.  Als ich um eine Ecke fahre, huscht ein Schatten an mir vorbei. Ich sehe mich um und da ist nichts-natürlich. Typischer Verfolgungswahn bei Dunkelheit. Auch wenn ich weiß, dass ich absolut sicher bin, fühle ich mich unwohl. Langsam kriecht die Kälte von meinen Oberschenkeln durch den ganzen Körper. Es ist ein schreckliches Gefühl. Nur die Musik ist etwas Positives. Ich schaue hinauf zum Himmel. Es ist klar, jedoch kann ich den Mond nicht finden. Neumond... Also beobachte ich die Sterne und finde den großen Wagen. Plötzlich wird mir warm. Ich träume mich in einen Sommer. Es ist warm draußen. Das Gras stichelt an meinen nackten Beine. Es riecht wunderschön. Leon hält meine Hand und streichelt sanft mit seinem Daumen über meinen Handrücken.  Einige letzte Grillen zirpen. Die Vögel haben schon aufgehört zu singen. Es ist absolut still. Nicht so beklemmend still wie jetzt, sondern schön still. Ich schließe meine Augen und genieße diesen Moment. "Schau mal nach oben", flüstert Leon. Ich öffne meine Augen und muss blinzeln, um etwas zu erkennen. "Da oben diese Reihe aus drei Sternen, die an das Viereck anschließt... Das ist der große Wagen" Zunächst sehe ich gar nichts, doch dann erkenne ich was er meint. "Wenn du ihn sehen kannst, dann denk daran, dass er über dich wacht. Egal wo du bist, er ist immer über dir. Das hat mir früher mein Vater erzählt wenn ich Angst im Dunkeln hatte." "Du bist so süß", schmunzele ich. Als Antwort darauf nimmt er mir die Sicht auf die Sterne und küsst mich. Es ist toll. Absolut still und warm und sicher. Noch bis fast in den Morgen liegen wir auf dieser Wiese und ich kuschel mich in seine Arme. Es ist, als flöge er mit mir zu den Sternen.... Ein Rütteln reißt mich zurück in die Kälte. Plötzlich liege ich auf dem harten Asphalt. Ich war auf dem gefrorenen Boden ausgerutscht. So ein Mist. Ich stehe auf und falle noch einmal Mal hin. Ich kann nicht auftreten, weil mein rechtes Knie unglaublich weh tut. Der Schmerz treibt mir Tränen in die Augen. Es ist ein schreckliches Gefühl so hilflos zu sein. Ich stoße das Fahrrad von meinem Bein und schaffe es dann doch aufzustehen. Ich merke, dass es ein Fehler war, denn ich kann nicht laufen. Trotzdem reiße ich mich zusammen und ziehe auch mein Fahrrad hoch. Einen Moment lang halte ich inne und bemerke, dass das Lied zu ende ist. Mein Körper weigert sich, weiter zu fahren, also bleibe ich einfach stehen und starre ins Leere... Wie komme ich nur auf solche Gedanken? Leon?! "Wahrscheinlich ist meine Kreativität einfach mit mir durchgegangen.", murmele ich halblaut und beschließe einfach wieder nach Hause zu fahren. Mit dem Knie kann ich eh keinen Sport machen. Ich will wieder aufsteigen und ich wundere mich noch einmal über dass, was ich gedacht habe. Es passiert öfter, dass ich solche Szenen-wie aus einem Kitschroman- vor Augen habe, aber meistens mit irgendwelchen undefinierten Menschen. Nieman bestimmtes, shcon gar nicht Leon...Komisch... Als ich gerade wieder losfahren will, rutscht mein Hinterrad wieder weg. Aber diesmal lande ich nicht auf der Straße, sondern hänge irgendwie gut einen Meter über ihr. Irgendwie komme ich wieder auf die Füße und bin verwirrt. "Alles in Ordnung?", sagt jemand und ich zucke zusammen... Leons Stimme... Ich drehe mich langsam herum und blicke in ein paar leuchend grüne Augen...

Jaja...Ich weiß Klischee, schnulzig... Aber ich musste es einfach loswerden, zumal mir selbst sowas auch oft passiert. Nur nicht so ;). Naja zusammengearbeitet aus vielen Tagträumen und einer Idee... Ich hoffe ihr verzeiht mir :)

Mittwoch, 11. Januar 2012

Nur so

Der Boden vibriert vom Bass der lauten Techno-Melodie. Es ist eng. Überall um mich herum sind hüpfende Menschen. Sie schubsen mich durch die Gegend.. Ich wehere mich nicht, weil ich komplett in Gedanken versunken bin. Ich weiß nicht mal worüber ich eigentlich denke. Ich bin einfach nicht mehr da...Jemand tippt mich von hinten an. Ich drehe mich um und blicke ins lächelnde Gesicht meiner Freundin. Sie fasst mich am Arm und zieht mich mit zu einer Gruppe Menschen. Sie stehen im Kreis und lassen eine Flasche Schnaps und ein Gläschen rumgehen. Ich mache mit, aber nach vier Runden habe ich keine Lust mehr. Ich will mich nicht betrinken. Nicht, dass es irgendwie gegen meine ethischen Grundsätze verstößt, ich habe nur einfach keine Lust darauf. Also setze ich mich herüber zu einer guten Bekannten und rede ein bisschen mit ihr. Wir müssen schreien, weil die Musik so dröhnt. Ich mag diese Art von Musik eigentlich nicht, aber es hat einfach keinen Sinn mehr sich  zu unterhalten. Wir gehen auf die Tanzfläche und hüpfen zusammen mit allen anderen im Takt. Es macht eigentlich Spaß. Endlich wache ich aus meiner Gedankenwelt auf und habe Spaß. Ich ignoriere einfach alle meine Gedanken und Zweifel gegenüber dieser Party. Manchmal lässt mein Verstand es einfach nicht zu, dass ich mich gehen lasse. Warum auch immer...Dieser Verstand war endlich abgeschaltet. Ich dachte nicht mehr nach, sondern tat alles, was ich grade tun wollte. Irgendjemand rempelt gegen einen der Stehtische. Zwei Flaschen fallen herunter. Ihr Inhalt verteilt sich über den ganzen Boden. Alles riecht nach Alkohol und der Boden klebt. Egal. Vermutlich würde ich normalerweise jetzt anfangen zu wischen. Aber ich tus nicht. Ich tanze einfach weiter, genauso wie alle anderen.  Jemand rempelt mich von der Seite an. Ich sehe mich um und erblicke einen Jungen. Er sieht gut aus. Er trägt ein schickes Karohemd und seine Haare sitzen so perfekt Justin-Bieber-mäßig. Als er mich anlächelt, erkenne ich ihn. Es ist David aus der Stufe über uns. Eine Zeit lang tanzen wir einfach nebeneinander. Dann aufeinmal miteinander. Nach einer Weile setzen wir uns auf eine Bank und reden ein bisschen über dies und das, lästern ein bisschen über die, die jetzt schon gar nichts mehr auf die Reihe kriegen. Irgendwann nimmt er meine Hand. Ich lehne meinen Kopf auf seine Schulter und atme seinen Geruch ein. Dann steht er auf und nimmt mich nach draußen. Ich genieße die frische Luft. Sogar noch draußenhört man den Bass der Musik. Trotzdem ist es himmlisch ruhig. Wir gehen um die Ecke. Und sind plötzlich ganz alleine. Er legt seine Hände um meine Hüfte und es stört mich gar nicht. Nicht, dass ich es einfach so hinnehme, ich genieße es sogar. Dann guckt er mir ganz tief in die Augen, und ohne, dass ich es überhaupt bemerke küsst er mich ganz vorsichtig. Und dann etwas fester. Ich genieße das Gefühl seiner Wärme, der Nähe zu ihm. Als er aufhört, frage ich ihn: "Warum?" Er küsst mich noch einmal und nimmt mich mit auf eine Reise ganz weit weg von dem ganzen Stress der letzten Wochen. Ich genieße das alles und gehe ohne nachzudenken mit ihm an dieses Ort, wo nur wir sind. In einer kurzen Pause flüstert er mir ins Ohr: "Nur so. Einfach so." Es stört mich gar nicht. Gestern hätte ich mich verurteilt, hätte ihm gesagt, dass ich eine Beziehung will. Jetzt will ich nur den Moment auskosten. Einfach fort. Es tut mir gut. Als mir kalt wird, gehen wir wieder rein. Den ganzen Abend tanzen wir, küssen uns. Die verwirrten Blicke aller anderen sind mir egal. Als ich irgendwann in meinem Bett liege, und den Abend revue pasieren lasse. Bereue ich es nicht, denn ich bin glücklich ohne, dass ich über irgendetwas nachdenken muss. Dann schlafe ich ein. So gut wie in dieser Nacht habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr geschlafen. Ich habe immer zuviel gedacht. Ein paar Tage später in der Schule treffe ich auf David. Er lächelt mich kurz an, dann widmet er sich wieder seinen Freunden. Ich genieße seinen Blick, denke jedoch einfach nicht, denn das alles war einfach so. Nur so...



Ich weiß es ist nicht sonderlich gut, aber diese Idee schwirrt mir schon zu lange im Kopf herum.Da musste ich sie einfach loswerden... :)