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Sonntag, 3. Juni 2012

Von bittren Salzen schwer...

Im Moment nehmen wir im Deutschunterricht Gedichte durch. Die Mehrheit der Klasse sitzt natürlich gelangwilt auf ihren Plätzen und will erst gar nicht versuchen zu verstehen, was da geschrieben steht. Anders als ich. Mir gefallen Gedichte sehr, schon seit immer eigentlich. Manchmal schreibe ich sogar selbst welche, aber die sind nicht so gut... Jedenfalls hat mein Deutschlehrer gesagt, dass eigentlich jeder irgednwann einmal den Draht zu Gedichten bekommen wird. Das kommt, wenn man ein Gedicht sieht, dass perfekt zu Einem passt, als wäre es ein Spiegel seiner selbst. Ich musste den Draht nicht finden, bin aber trotzdem während des Unterrichts auf MEIN Gedicht gestoßen. Ich finde es einfach unglaublich schön und kann lange ihn ihm und seinen Metaphern versinken, denn es geht um das Meer, das einer meiner Lieblingplätze ist. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen. Lest es euch einfach durch und genießt. Was fühlt ihr dabei? Oder könnt ihr gar nichts mit Gedichten anfangen?

Charles Baudelaire

Der Mensch und das Meer (1857)

O freier Mann, du liebst für alle Zeit das Meer!
Es ist ein Spiegel dir, der Seele Urgewalten
Schaust du in seines Schwallt unendlichem Entfalten:
Dein Geist ist wie sein Schlund von bittren Salzen schwer.

Zu tauchen in dein Bild, ist dir so süßes Wagen,
Umarmst mit Aug' und Arm es und dein Herz ruht aus
Vom eigenen Gedröhn bisweilen im Gebraus
Und Stöhnen seiner unbeugsamen wilden Klagen

Verschweigen, dunkel sein ist euer beider Art.
Mann, keiner lotet je die Tiefen deiner Schründe,
Und keiner, Meer, wie reich du bist, ergründe,
So seid besogrt ihr, dass ihr das Gehaimnis wahrt!

Und dennoch kämpfet ihr seit undenkbaren Zeiten
Wild miteinander und kein Wissen Halt gebot-
So mächtig liebet ihr das Töten und den Tod,
Unbändige Brüder ihr im Kampf für Ewigkeiten!

Wenn ich es lese, höre ich Meeresrauschen und kann das Wasser beinahe spüren. Für einen Moment scheint es wirklich zu sein....


Freitag, 20. April 2012

Ein kleines Kunstwerk

Krank sein ist ja so schrecklich langweilig...Halsentzündung und es geht mir eigentlich auch schon wieder gut, aber meine Mutter wollte mit partout nicht zur Schule lassen...Naja wenigstens konnte ich dann ausschlafen :P
Vor Langeweile habe ich dann angefangen mein Zimmer aufzuräumen...FREIWILLIG. Applaus bitte!
Dann ist mir eingefallen, dass ihr ja mein neuestes Kunsterwerk, auf das ich wirklich stolz bin, noch gar nicht kennt. Also habt ihr hier ein Foto :)
Und damit ihr auch wisst, was das ist, erkläre ich das mal ein bisschen:
Also ich war bei Ikea und habe mir einen LACK-Tisch gekauft. Kostet nur 4.99. Ein echtes Schnäppchen und auch glücklicherweise ganz leicht zusammenzubauen ;). Dann habe ich aus verschiedenen Zeitschriften und co. ganz viele schöne Bilder ausgschnitten. Dann gings erst richtig los. Ihr legt die Sachen wie ihr es schön findet auf den Tisch. Dann rührt ihr Kleister an. Ich habe Spezialkleber für Papiertapeten genommen. Dann geht's mit der Schmiererei los. Klebt alles mit soviel Kleister es nur geht auf die Tischplatte. Dann heißt es warten, bis der Kleister trocken ist. Danach habe ich nochmal alles mit mattem Klarlack versiegelt.
Für die Orientierung hier meine Quellen für die Schnipsel: 3 Notenblätter, den Frühlings- H&M-Katalog, einn Jubiläumsheft von Amnesty International, einige Ausgaben unserer lokalen Tageszeitung und ein paar Bilder habe ich auch aus dem Internet.
Wie gefällt euch diese Idee? Habt ihr auch schonmal ein Möbelstück verschönert?
Liebe Grüße
Inky