Sonntag, 16. Dezember 2012
Rezension: Die Tribute von Panem-Tödliche Spiele von Suzanne Collins
Die Handlung
Es spielt nach dem Untergang unserer heutigen Gesellschaft. Dort, wo früher einmal Nordamerika war, befindet sich heute Panem, das in das Kapitol und 12 Distrikte aufgeteilt ist. Katniss lebt mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Prim im Armenviertel von Distrikt 12. Seit dem Tod ihres Vaters in den Minen muss Katniss ihre kleine Familie durch illegale Jagd ernähren.
Jedes Jahr finden in Panem die Hungerspiele statt, die an den Aufstand des zerschlagenen Distrikt 13 erinnern sollen. Dabei werden ein Mädchen und ein Junge aus jedem Distrikt in eine Arena geschickt und müssen sich gegenseitig umbringen.. Der, der als letztes übrig ist, gewinnt die Spiele. Ihm oder ihr gebührt ewiger Ruhm.
Am Tag der Ernte, als die Lose gezogen werden, geschieht das Unfassbare: Prim wird als Tribut ausgewählt. Katniss handelt sofort und meldet sich freiwillig für die tödlichen Spiele. Zusammen mit dem männlichen Tribut Peeta macht sie sich auf den Weg, nicht ohne Prim zu versprechen, dass sie wiederkommen wird.
Die Spiele können beginnen...
Meine Meinung
Zunächst muss ich gestehen, dass ich mich wirklich schäme,. dass ich, als absoluter Fantasy-Fan, diese Bücher erst jetzt für mich entdeckt habe!
Die Handlung ist wirklich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich fesselnd. Ich konnte das Buch garnicht zur Seite legen, denn jedes Mal, wenn es so wirkte, als ob es etwas ruhiger würde, passierte schlagartig etwas völlig unerwartetes.
Der Stil gefällt mir ebenfalls besonders gut, denn alles ist bis ins kleinste Detail beschrieben. Jeden Schmerz, den Katniss fühlt, kann man als Leser direkt nachempfinden. Es kam mir so vor, als wäre es mein Ohr und nicht das von Katniss, dass bei einer Explosion verletzt wurde.
Ebenso wie die Natur sind auch die Charaktere sehr liebevoll und detailliert beschrieben. Jeder hat eine ganz eigene und hervorstechende Persönlichkeit, was das Lesen sehr angenehm und interessant macht.
Die Beziehung zwischen Katniss und Peeta ist sehr besonders und ich konnte jeden Schritt, den Katniss gemacht hat, nachvollziehen und genau mitfühlen, wie sich das dünne Band zwischen den beiden langsam gesponnen hat.
Mein Fazit
Alles in Allem konnte ich wirklich keinen einzigen Kritikpunkt an dem Buch finden und kann es nur als sehr sehr lesenswert weiterempfehlen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe "Die Tribute von Panem- Gefährliche Liebe"!
Samstag, 1. Dezember 2012
Mein erstes Türchen! :)
Schon seit Beginn der Woche habe ich mich auf heute gefreut, weil ich eendlich meinen Adventskalender aufmachen konnte! Wie ein kleines Kind bin ich die Treppe runtergehastet und habe den ersten Schuh geleert. Eine Kinderschokolade war drin. :) Schon komisch, wie sehr man sich über so winzige Kleinigkeiten freut. Aber ich finde, dass das die Vorweihnachtszeit ausmacht. Alle freuen sich über Dinge, die sonst ganz normal sind.
Heute Nachmittag bin ich am Haus von meiner Oma langgefahren und habe gesehen, dass sie wie jedes Jahr einen kleinen Tannenbaum mit einer Lichterkette vor dem Haus stehen hat. Wunderschön! Und dann komme ich nach Hause in die Wärme und rieche als allererstes frisch gebackene Kekse. Richtig toll!
Ja, ihr merkt, bei mir ist das Weihnachtsfieber angekommen :)
Wie ist das bei euch? Seit ihr genervt von dem ganzen Trubel oder freut ihr euch wie ich?
Eine schöne Weihnachtszeit!
GLG
Inky
Heute Nachmittag bin ich am Haus von meiner Oma langgefahren und habe gesehen, dass sie wie jedes Jahr einen kleinen Tannenbaum mit einer Lichterkette vor dem Haus stehen hat. Wunderschön! Und dann komme ich nach Hause in die Wärme und rieche als allererstes frisch gebackene Kekse. Richtig toll!
Ja, ihr merkt, bei mir ist das Weihnachtsfieber angekommen :)
Wie ist das bei euch? Seit ihr genervt von dem ganzen Trubel oder freut ihr euch wie ich?
Eine schöne Weihnachtszeit!
GLG
Inky
Donnerstag, 22. November 2012
Die, die man nie wieder loswird!
Kennt ihr das nicht auch? Auf einer Party, im Radio oder gesummt von einem Freund/einer Freundin hört man ein Lies und zack! hat man die schlimmsten Ohrwürmer, die, egal wie bescheuert der Text oder Sinn des Liedes auch sind, mindestens einige Tage anhalten. Dann kann man nicht mehr aufhören sie zu singen und steckt sich dann immer und immer wieder gegenseitig an. Ein Teufelskreis, der aber auch immer wieder sehr lustig sein kann! Um euch alle ein wenig zu ärgern und zu amüsieren haben Maria, eine gute Freundin mit einem tollen Photoblog bei Tumblr, der übrigens auch gerne angesehen wird ;), eine Liste mit den allerallerallerschlimmst und niemals verschwindenden Parasiten zusammengestellt. Viel Spaß beim kläglichen Versuch, die wieder zu vergessen ;) Und: Habt ihr auch solche Lieder? Wenn ja, dann nur her damit, dann kann die Liste verlängert werden!
Besonders, weils so schnell ist, dass man nicht mitsingen kann ;)
Soo :) Haut ihr schon den Kopf auf die Tischplatte und versucht gegen zu singen? :)
Fröhliches Versuchen noch! *muhaha*
Inky und Maria :)
Soo :) Haut ihr schon den Kopf auf die Tischplatte und versucht gegen zu singen? :)
Fröhliches Versuchen noch! *muhaha*
Inky und Maria :)
Rezension: Beastly- Alex Flinn
Die Handlung
Kyle Kingsbury ist ein richtiger Idiot. Reich, eingebildet und absolut makellos- denkt er jedenfalls. Er hält sich selbst für die absolute Perfektion der Spezies Mensch und zeigt das auch allen, die seiner Meinung nach nicht so unfehlbar sind wie er. Es macht ihm Spaß auf anderen rumzuhacken und genießt die Privilegien, die er durch den hohen Status seines Vater erlangt. Zusammenfassend: Er ist unausstehlich.
Alles scheint gut zu laufen: Eine heiße Freundin und die Nominierung zum Ballkönig. Doch plötzlich taucht Kendra auf, mit ihren bunten Haaren und ihrer unperfekten Figur zieht er direkt über sie her. Doch nicht ohne Folgen: Kendra ist ein Hexe und legt einen Fluch auf ihn und er verwandelt ihn in eine hässliche Bestie. Der Fluch kann nur gebrochen werden, indem er von einem Mädchen geküsst wird, dass ihn wirklich liebt. Dies erscheint Kyle mit seinen verzerrten Wertvorstellungen jedoch eine unslösbare Aufgabe zu sein...
Meine Meinung
Wie ihr vermutlich auch schon aus der Inhaltsangabe erkannt habt, erinnert das ganze Buch an das Märchen "Die Schöne und das Biest". Das war für mich der ausschlaggebende Grund, das Buch zu lesen, denn als kleines Kind habe ich das Märchen wirklich geliebt. Entsprechend hatte ich auch hohe Erwartungen, die im Bezug auf die Grundgeschichte wirklich voll und ganz erfüllt worden sind. Es ist eben ganz genau wie das Märchen, nur eben in modern und auf unsere Altersklasse umgeschrieben.
Durch den Stil, der eben sehr jugendlich gehalten ist, wirkt alles sehr realistisch. Auch gibt es Stilunterschiede zwischen den Figuren, was sie sehr authentisch wirken lässt. Zum Beispiel spricht Will, der Lehrer sehr gehoben, was sich durch den Unterricht irgendwann auf Kyle überträgt. An der Sprache, die er verwendet, kann man seine persönliche Wandlung gut erkennen.
Insgesamt sind alle Charaktere zwar etwas überspitzt, was jedoch meiner Meinung nach typisch für den Märchen-Stil ist, und trotzdem nachvollziehbar und nicht zu unauthentisch.
Ein Kritikpunkt ist für mich der Chat, der zwischen den einzelnen Teilen auftaucht. Wahrscheinlich soll das den modernen Akzent noch mehr unterstützen, aber mir kam das ein wenig übertrieben und unnötig vor.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Für alle Märchenliebhaber und Träumer wie mich ist "Beastly" eine tolle Lektüre für kalte und dunkle Herbsttage!
Sonntag, 11. November 2012
Retro Rock Revolution: True love
Die Band Aerosmith wurde 1969 gegründet und besteht auch heute noch. In dieser Zeit entstanden 15 sehr erfolgreiche Studioalben. Das neuste von ihnen sogar noch in diesem Jahr.
Der heutige Song ist ein Lied aus dem Jahr 1998 und wurde durch den Film Armageddon bekannt. Ich finde allerdings, dass es noch viel mehr bedeutet als nur ein Soundtrack. Für mich ist "I don't want to miss a thing" das allerallerallerschönste Liebeslied, dass es gibt.
Es ist durch die Gitarren wunderbar rockig und in der Stimme und im Text ist so unglaublich viel Gefühl, wie man es selten findet.
Ich könnte wach bleiben, nur um dich atmen zu hören.
Während du weit weg bist und träumst.
Ich könnte mein Leben in dieser süßen Hingabe verbringen.
Ich könnte in diesem Moment für immer verloren bleiben.
Wo jeder Moment mit dir ein Moment ist, den ich aufbewahre.
Ich will meine Augen nicht schließen.
Ich will nicht einschlafen.
Weil ich dich vermissen würde Babe.
Und ich will nicht einen Teil verpassen.
Weil ich, auch wenn ich von dir träume,
niemals den süßesten Traum träume.
Ich würde dich immer noch vermissen.
Und ich will nicht nur einen Teil verpassen.
Wer möchte das nicht auch einmal hören? :)
GLG Inky
Der heutige Song ist ein Lied aus dem Jahr 1998 und wurde durch den Film Armageddon bekannt. Ich finde allerdings, dass es noch viel mehr bedeutet als nur ein Soundtrack. Für mich ist "I don't want to miss a thing" das allerallerallerschönste Liebeslied, dass es gibt.
Es ist durch die Gitarren wunderbar rockig und in der Stimme und im Text ist so unglaublich viel Gefühl, wie man es selten findet.
Ich könnte wach bleiben, nur um dich atmen zu hören.
Während du weit weg bist und träumst.
Ich könnte mein Leben in dieser süßen Hingabe verbringen.
Ich könnte in diesem Moment für immer verloren bleiben.
Wo jeder Moment mit dir ein Moment ist, den ich aufbewahre.
Ich will meine Augen nicht schließen.
Ich will nicht einschlafen.
Weil ich dich vermissen würde Babe.
Und ich will nicht einen Teil verpassen.
Weil ich, auch wenn ich von dir träume,
niemals den süßesten Traum träume.
Ich würde dich immer noch vermissen.
Und ich will nicht nur einen Teil verpassen.
Wer möchte das nicht auch einmal hören? :)
GLG Inky
Sonntag, 4. November 2012
Walking after you
Dies ist meine Fortsetzung zu "Shootingstars" Ich hoffe sie gefällt euch! Ich plane noch eine weitere Fortsetzung und dann aus der Sicht von Luca. Was haltet ihr davon?
Ich schließe die Tür hinter mir. In der Nase immer noch sein wunderbarer Duft. Er riecht nach...Ich weiß nicht wonach er riecht. Er riecht nach Luca. Und genau diesen Geruch würde ich am liebsten immer bei mir haben. Nur leider geht das ja nicht. Naja, im Prinzip schon, nur, dass das alles nicht so verläuft, wie ich es mir in meinen viel zu romantischen Tagträumen vorstelle. Langsam ziehe ich meine Schuhe aus und gehe die Treppe hoch.Im Badezimmer putze ich mir die Zähne und stelle mit eine kritischen Blick in den Spiegel fest, wie fertig ich aussehe -wie man nach solchen Feten eben immer aussieht. Flüchtig fahre ich noch einmal mit der Bürste durch meine Haare und schlüpfe in meinen wunderbar bequemen aber hässlichen Schlafanzug. Licht aus. Ab ins Bett.
Und schlagartig wird mir bewusst, was dieser ganze Abend bedeutet. Es fällt auf mich herab, wie ein riesieger Felsen und ich kann kaum atmen. Er will mich nicht. Er wird mich niemals küssen. Niemals. Und ich kann ihn nicht verletzen. Ich werde immer neben ihm stehen, ihn umarmen und mit ihm Sterne gucken.
Und ich werde leiden. Jedesmal. Warum bitte?! Warum geht bei mir immer alles schief?? Ich hasse es mich zu verlieben. Ich hasse diese Abhängigkeit. Und dann, wenn ich mich endlich mal selbst damit abgefunden habe, dann passiert sowas. Jedes Mal.
Und dabei war ich mir so sicher. So unglaublich sicher, dass Luca das gleiche für mich empfindet. Und jetzt sowas. Natürlich, wenn ich das jetzt Anne erzähle, wird sie sagen, dass ja noch alles möglich ist, und ,dass er sich bloß bestimmt nicht getraut hat. Eben solche Sachen, die Freundinnen sagen, wenn die Situation aussichtslos eindeutig ist, aber sie sich nicht trauen, es auszuprechen. Dabei wäre kurz und schmerzlos doch eigentlich viel einfacher. Deshalb erzähle ich auch niemandem etwas über mich. Die meisten finden das kalt, aber für mich ist es überlebenswichtig. Dieser wissende Blick, mit dem man dann bei Liebeskummer angeguckt wird, macht einem doch erst recht bewusst, wie traurig das alles ist. Und dann wird man nur zum zweiten, dritten oder auch vierten Mal mit voller Wucht auf den Boden geklatscht.
Ja, ich denke das beschreibt mein Gefühl gerade am ehesten. Gewaltsam auf den Boden geklatscht. Aber ich weine nicht. Warum auch? Wegen etwas Zwecklosen sollte man keine Tränen vergießen.
Schließlich drehe ich mich noch einmal im Bett um und verkrieche mich in meinen Berg aus Kissen. So schlafe ich ein, und träume immer wieder von der Szene auf dem Rasen-nur, dass sie in meinem Kopf ganz anders ausgeht.
Ich wache auf und schaue auf die Uhr. 11.56. Typische Aufstehzeit für einen Sonntag. Ich gehe nach unten, mache mir Müsli und frühstücke vor dem Fernseher. Da fällt mir ein, was gestern passiert ist, und, dass Luca ja in einer halben Stunde zum Mathe-Lernen vorbeikommen will. Rasend mache ich mich fertig und räume sogar noch ein wenig das Chaos im Haus auf, das entsteht, wenn man ein Wochenende lang sturmfrei hat. Es klingelt an der Tür. Ich mache auf und begrüße Luca. Er lächelt mich mit seinem herzlichsten Lächeln an und mein Herz macht einen Hüpfer. Wie soll das nur weitergehen? Ein wenig tut es auch weh, ihn zu sehen. Aber ich lächle zurück. Wenn du nur wüsstest...
Eine halbe Stunde lang schaffen wir es sogar, und auf Mathe zu konnzentrieren, bevor ich völlig demotiviert den DVD-Player anmache und Star Wars reinlege. Meine mehr oder weniger große, aber wenigstens existenzierende Begeisterung für Science Fiction hatte er immer bewundert. Sowas gucken Mädchen ja eigentlich nicht. Seit er das herausgefunden hat, gucken wir fast immer, wenn wir einen Film gucken, Star Wars.
Mit der dramatischen Titelmelodie und dem viel zu schnell eingespielten Text ist er direkt in diesem Bann, den wirklich nur Männer haben können. Ich kann ich überhaupt nicht auf die intergalaktischen Probleme konzentrieren, sondern muss immer wieder zu Luca hinübersehen. Vielleicht auch ein wenig wehmütig.
Nach einer Dreiviertelstunde schaut er auf einmal zu mir rüber. "Alles in Ordnung, Toni?" "Ja, warum?" Nein, er darf das auf keinen Fall merken! Das würde nur alles kaputt machen!! "Ich weiß nicht. Du siehst irgendwie so traurig aus." "Nene, es ist wirklich alles gut. Was soll schon sein?" "Was weiß ich. Aber dann ist ja gut."
Er sorgt sich um mich. Immer wieder fällt mir ein, warum ich mich erst überhaupt in ihn verliebt habe. Und, wie sehr ich ihn brauche, auch wen er nicht das Gleiche für mich empfindet. Ich brauche ihn als Freund. Vielleicht wird das erst ein wenig schmerzhaft, aber irendwann kriege ich meine viel zu nervigen Gefühle wohl unter Kontrolle.
Trotzde schreit irgendein winziger Teil in mir, dass ich nicht aufgeben darf.
Was ich von all dem halten soll, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mich das alles viel zu sehr verwirrt...
Ich schließe die Tür hinter mir. In der Nase immer noch sein wunderbarer Duft. Er riecht nach...Ich weiß nicht wonach er riecht. Er riecht nach Luca. Und genau diesen Geruch würde ich am liebsten immer bei mir haben. Nur leider geht das ja nicht. Naja, im Prinzip schon, nur, dass das alles nicht so verläuft, wie ich es mir in meinen viel zu romantischen Tagträumen vorstelle. Langsam ziehe ich meine Schuhe aus und gehe die Treppe hoch.Im Badezimmer putze ich mir die Zähne und stelle mit eine kritischen Blick in den Spiegel fest, wie fertig ich aussehe -wie man nach solchen Feten eben immer aussieht. Flüchtig fahre ich noch einmal mit der Bürste durch meine Haare und schlüpfe in meinen wunderbar bequemen aber hässlichen Schlafanzug. Licht aus. Ab ins Bett.
Und schlagartig wird mir bewusst, was dieser ganze Abend bedeutet. Es fällt auf mich herab, wie ein riesieger Felsen und ich kann kaum atmen. Er will mich nicht. Er wird mich niemals küssen. Niemals. Und ich kann ihn nicht verletzen. Ich werde immer neben ihm stehen, ihn umarmen und mit ihm Sterne gucken.
Und ich werde leiden. Jedesmal. Warum bitte?! Warum geht bei mir immer alles schief?? Ich hasse es mich zu verlieben. Ich hasse diese Abhängigkeit. Und dann, wenn ich mich endlich mal selbst damit abgefunden habe, dann passiert sowas. Jedes Mal.
Und dabei war ich mir so sicher. So unglaublich sicher, dass Luca das gleiche für mich empfindet. Und jetzt sowas. Natürlich, wenn ich das jetzt Anne erzähle, wird sie sagen, dass ja noch alles möglich ist, und ,dass er sich bloß bestimmt nicht getraut hat. Eben solche Sachen, die Freundinnen sagen, wenn die Situation aussichtslos eindeutig ist, aber sie sich nicht trauen, es auszuprechen. Dabei wäre kurz und schmerzlos doch eigentlich viel einfacher. Deshalb erzähle ich auch niemandem etwas über mich. Die meisten finden das kalt, aber für mich ist es überlebenswichtig. Dieser wissende Blick, mit dem man dann bei Liebeskummer angeguckt wird, macht einem doch erst recht bewusst, wie traurig das alles ist. Und dann wird man nur zum zweiten, dritten oder auch vierten Mal mit voller Wucht auf den Boden geklatscht.
Ja, ich denke das beschreibt mein Gefühl gerade am ehesten. Gewaltsam auf den Boden geklatscht. Aber ich weine nicht. Warum auch? Wegen etwas Zwecklosen sollte man keine Tränen vergießen.
Schließlich drehe ich mich noch einmal im Bett um und verkrieche mich in meinen Berg aus Kissen. So schlafe ich ein, und träume immer wieder von der Szene auf dem Rasen-nur, dass sie in meinem Kopf ganz anders ausgeht.
Ich wache auf und schaue auf die Uhr. 11.56. Typische Aufstehzeit für einen Sonntag. Ich gehe nach unten, mache mir Müsli und frühstücke vor dem Fernseher. Da fällt mir ein, was gestern passiert ist, und, dass Luca ja in einer halben Stunde zum Mathe-Lernen vorbeikommen will. Rasend mache ich mich fertig und räume sogar noch ein wenig das Chaos im Haus auf, das entsteht, wenn man ein Wochenende lang sturmfrei hat. Es klingelt an der Tür. Ich mache auf und begrüße Luca. Er lächelt mich mit seinem herzlichsten Lächeln an und mein Herz macht einen Hüpfer. Wie soll das nur weitergehen? Ein wenig tut es auch weh, ihn zu sehen. Aber ich lächle zurück. Wenn du nur wüsstest...
Eine halbe Stunde lang schaffen wir es sogar, und auf Mathe zu konnzentrieren, bevor ich völlig demotiviert den DVD-Player anmache und Star Wars reinlege. Meine mehr oder weniger große, aber wenigstens existenzierende Begeisterung für Science Fiction hatte er immer bewundert. Sowas gucken Mädchen ja eigentlich nicht. Seit er das herausgefunden hat, gucken wir fast immer, wenn wir einen Film gucken, Star Wars.
Mit der dramatischen Titelmelodie und dem viel zu schnell eingespielten Text ist er direkt in diesem Bann, den wirklich nur Männer haben können. Ich kann ich überhaupt nicht auf die intergalaktischen Probleme konzentrieren, sondern muss immer wieder zu Luca hinübersehen. Vielleicht auch ein wenig wehmütig.
Nach einer Dreiviertelstunde schaut er auf einmal zu mir rüber. "Alles in Ordnung, Toni?" "Ja, warum?" Nein, er darf das auf keinen Fall merken! Das würde nur alles kaputt machen!! "Ich weiß nicht. Du siehst irgendwie so traurig aus." "Nene, es ist wirklich alles gut. Was soll schon sein?" "Was weiß ich. Aber dann ist ja gut."
Er sorgt sich um mich. Immer wieder fällt mir ein, warum ich mich erst überhaupt in ihn verliebt habe. Und, wie sehr ich ihn brauche, auch wen er nicht das Gleiche für mich empfindet. Ich brauche ihn als Freund. Vielleicht wird das erst ein wenig schmerzhaft, aber irendwann kriege ich meine viel zu nervigen Gefühle wohl unter Kontrolle.
Trotzde schreit irgendein winziger Teil in mir, dass ich nicht aufgeben darf.
Was ich von all dem halten soll, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mich das alles viel zu sehr verwirrt...
Samstag, 13. Oktober 2012
Rezension: Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis
Die Handlung
Anna und ihre Freunde stehen kurz vor ihrem Abitur. Langsam geht es in die heiße Phase. Die letzten Klausuren werden geschrieben und dann fängt das große Lernen an. Jedoch scheint einen die Aufregung nicht gepackt zu haben: Tannatek. Oder auch "Der polnische Kurzwarenhändler". Keiner weiß, wie er mit Vornamen heißt, und das interessiert auch niemanden, aber irgendwann nähert sich Anna ihm an. Sie findet heraus, dass er Abel heißt und eine kleine Schwester hat. Auch, wenn ihre Freunde ihr immer wieder abraten, so verliebt sie sich langsam in den geheimnisvollen Jungen und erfährt immer mehr über ihn und seine kleine Schwester Micha. Das alles bringt jedoch nicht nur Antworten, sondern auch immer mehr Fragen mit sich. Wo ist Abels Mutter? Was hat der Deutschlehrer damit zu tun? Und was hat es mit den geheimnisvollen Morden an Personen, die gefährlich werden könnten auf sich? Als die Lage immer brenzlicher wird, muss Anna sich eine elementare Frage stellen: Liebt sie einen Mörder?
Meine Meinung:
Zunächst begann das Buch für mich etwas schleppend und verwirrend. Man musste sich erst richtig einlesen, bevor man jede Figur einordnen konnte und sich mit dem Perspektivwechsel zurechtzufinden. Aber wenn man diese Hürde erst übersprungen hat, wird man genau wie Anna von Abels Märchen in den Bann gezogen, und will garnicht mehr aufhören zu lesen. Insgesamt wird es von Kapitel zu Kapitel spannender, und es gibt keine langatmigen Stellen, die man am liebsten überblättern würde, wie man sie in vielen Büchern dieser Art findet, bis es dann zum endgültigen und dramatischen Showdown kommt, der mich echt umgehauen hat. Aber ich will ja nicht zu viel verraten.
Die Charaktere sind Antonia Michaelis wirklich gut gelungen. Jeder hat seine eigene Art zu sprechen und handeln und dabei ist jeder von ihnen so besonders und eigenartig, dass es eine sehr bunte Mischung ergibt, die mir persönlich sehr gefallen hat. Nur finde ich, dass Gitta ein wenig überspitzt dargestellt war mit ihrem ständigen "Mein Kind". Das war übertrieben, aber ihre Entwicklung gegen Ende des Buches war dafür umso besser gestaltet und wichtiger für den Handlungsverlauf.
Der Stil ist sehr gut gestaltet. Er hat etwas Trauriges und Dunkles, genau das, was das Buch ausmacht. Zwischendurch ist alles in sehr kindlicher Märchensprache gehalten, wenn Abel sein Märchen erzählt. Dieser Wechsel ist ebenfalls sehr gut gelungen.
Was mich noch gestört hat, waren die vielen Auszüge aus Leonard Cohen Songs. Meiner Meinung nach haben sie an einigen Stellen den Lesefluss unterbrochen. Das könnte auch daran liegen, dass ich nur eines der Lieder kannte. Dafür passte das "Hallelujah" dann ungemein gut ans Ende. Ein positiver Punkt an den Liedern ist, dass das dem Buch so sein eigener traurig schöner Sountrack gegeben wird. Aber bei diesem Punkt bin ich ja eben zwiegespalten.
Insgesamt ist "Der Märchenerzähler" ein unglaublich spannendes, romantisches und auch trauriges Buch, das auf jeden Fall Leuten gefällt, die es auch mal ein wenig schauriger und psycho mögen, denn insgesamt ist es sehr dunkel und ich habe keine Stelle gefunden, die lustig oder auch nur absolut sorgenfrei war.
Also: Daumen hoch!
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